27. – 30. Oktober 2015: Selten hatten wir uns auf die Ankunft in einem Ort so gefreut wie auf die in Darjeeling. Das lag aber eigentlich weniger am Ort an sich und auch nicht an der langen Anreise, sondern weil wir wussten, dass Katharina (Theresas Schwester) uns dort bereits erwarten würde. Für die nächsten drei Wochen in Indien sollte es nun 3goworld heißen. Den ersten Abend in Darjeeling verbrachten wir dann quatschenderweise bei einem gemeinsamen Essen. Es gab schließlich sehr viel zu erzählen.
Das Essen, die Menschen und auch viele andere Dinge in dieser Region sind allerdings weniger indisch, sondern eher tibetisch/ nepalesisch/ buthanesisch geprägt. Es gab viele Suppen und Teigtaschen (Momos), die vorherrschende Religion war der Buddhismus und auch die Gesichter der Menschen sahen nicht indisch aus. Hätten wir es nicht besser gewusst, wir hätten schwören können, nicht mehr in Indien zu sein.
Am folgenden Tag flanierten wir durch die größer als erwartete Stadt (120.000 Einwohner), die sogar einen eigenen KFC hatte. Nach dem Frühstück stand dann alles im Zeichen des Tees: wir besuchten eine lokale Teefabrik, ließen uns die einzelnen Arbeitsschritte zeigen und verkosteten im Anschluss verschiedene Qualitätsstufen des berühmten Tees. Nachmittags machten wir noch eine Gondelfahrt, bei der wir einen tollen Blick über die Teeplantagen der Region hatten. Auf dem Weg zur Gondel probierten wir allerlei leckeres Streetfood, stets in der Hoffnung das es schon einigermaßen hygienisch zubereitet würde. Am frühen Abend nahmen wir noch einen very british Afternoontea, mitsamt Kuchen und Scones.




















Leider war das Streetfood wohl doch nicht ganz koscher, denn zumindest Katharina war am nächsten Tag ziemlich ausgeknocked und so mussten wir die Fahrt mit dem Toytrain, einer kleiner Eisenbahn, die noch aus dem 19ten Jahrhundert stammt, ohne sie antreten. Auf dem Weg zurück besichtigten wir 3 verschiedene buddhistische Klöster und hielten Schwätzchen mit den ansässigen Mönchen. Glücklicherweise sprechen sehr viele Inder gut Englisch, auch wenn der Dialekt etwas gewöhnungsbedürftig ist 😉













Am späten Nachmittag sahen wir in einem weiteren Kloster die traditionelle allabendliche Puja mit Gesang, Gebet und Musik von ca. 30 Mönchen. Eine tolle 2-stündige Erfahrung in mystischer Stimmung.


Einen Tag später machten wir uns mit dem Jeep auf nach Yuksom, dem Startpunkt unseres Treks im Himalaya.