1.-3.Juli 2015: Jetzt beginnt das eigentliche Abenteuer! Früh morgens kommen wir in Bishkek an und freuen uns, dass Passkontrolle, Visum (ja, hier gibts endlich mal ein unkompliziertes Visa on Arrival ;-)) und mit dem Gepäck alles schnell über die Bühne geht. Es ist jetzt schon heiß – später erfahren wir noch, dass für die Tage mit über 40Grad Hitzewarnung besteht. Im Hostel angekommen hauen wir uns aber erst mal noch für ein paar Stunden aufs Ohr und nutzen dann den Nachmittag in Bishkek für eine erste Orientierung: kirgisische Som und eine lokale Simkarte besorgen, erste Infos über Transport etc. einholen und das erste kirgisische Essen testen. Trotz Verständigungsproblemen (Englisch ist eher rar und die kyrillische Schrift machts auch nicht leichter) klappt dann aber alles doch überraschend reibungslos….
Bishkek selbst hat nicht viel an touristischen Highlights zu bieten, aber die Stadt ist sehr entspannt, grün mit vielen Parks und einigen Denkmälern und Plätzen, die offensichtlich noch der Sowjetzeit entstammen. Das Transportsystem wiederum erscheint einem Außenstehenden eher etwas chaotisch… trotzdem schaffen wir es mit einem der Busse zum Basar – einem riesigen Sammelsurium an Ständen und Hallen, wo man so ziemlich alles kaufen kann.
Kirgisisches Willkommensdinner
Über meine Großcousine Iris hatte ich bereits vor der Reise einen Kontakt nach Bishkek geknüpft und so sind wir schon am ersten Abend bei Jamilya, Sagipa und ihrer Familie zum Abendessen eingeladen. Wir werden mit der berühmten kirgisischen Gastfreundschaft herzlichst empfangen! Vier Generationen begrüßen uns in Jamilyas Mutters Haus und es wird alles aufgetischt, was die Küche hergibt -wir werden regelrecht gemästet ;-). Die Kinder spielen Klavier vor, es gibt eine typische Teezeremonie, viele gute Wünsche werden ausgetauscht (eine kirgisiche Tradition bei jedem Mal Anstoßen) und wir hören spannende Geschichten von Jamilyas Mutter, einer ehemaligen Deutschlehrerin, die sich freut, mal wieder etwas Deutsch sprechen zu können. Ein toller Abend und herzlicher Empfang in Kirgistan!

Tagestrip in den Ala Archa Nationalpark: Aufstieg zur Ratzek-Hütte
Um der Gluthitze in Bishkek zu entfliehen, fahren wir heute in die Berge. Nur etwa eine Stunde von der Stadt entfernt befindet sich ein kleines Paradies für Wanderer. Wir wollen zur Ratzek Hütte – einer ehemaligen Bergsteigertrainingsstation der Russen auf etwa 3300m. Los gehts bei 2200m bei herrlichem Wetter und toller Aussicht auf die umliegenden Gipfel. Nach einem zuletzt doch recht steilen Aufstieg erreichen wir nach etwa vier Stunden die Hütte und den danebenliegenden Ak Sai Gletscher…. ein großartiges Panorama. Aber seht selbst:









