28.-30. Juli 2015: Die ankunft in istanbul begann erstmal mit einem dämpfer…. nachdem wir die relativ lange schlange an der passkontrolle und den zugehörigen beamten (der hat übrigens nicht so brav gewunken wie der in münchen) überwunden hatten, kamen wir ans gepäckband. Gepäck aus münchen war laut anzeige bereits beendet aber keine spur von unseren rucksäcken… “toller start in die weltreise”, dachten wir uns. Am ende sollte es aber das beste sein was uns passieren konnte….
Am lost&found bzw. Sperrgepäckschalter lernten wir einen super freundlichen, schon etwas in die jahre gekommenen türkischen funker kennen. Er kam wie wir mit dem flieger aus münchen und vermisste ebenfalls gepäck in form einer in deutschland gekauften stabantenne…klar, sonst funkt sichs ja auch schlecht. Es stellte sich heraus, dass unser aller gepäck als sperrgepäck eingestuft wurde und wegen eines defekten aufzugs auf sich warten ließ. Irgendwann hatten wir dann doch unser gepäck und wir fragten ihn ob er denn wisse wie man am besten in die innenstadt gelangen würde. Er lud uns kurzerhand ein gemeinsam ein taxi zu teilen. Am ende hat er es sich nicht nehmen lassen uns auf die komplette fahrt einzuladen, obwohl er bereits bei der hälfte ausgestiegen ist. Zusätzlich gab es noch ne karte für den öffentlichen verkehr geschenkt dazu (mit über 30€ guthaben, wie sich später herausstellte) … das nenn ich mal gastfreundschaft!
Abends haben wir nur noch das tägliche Ramadan-spektakel auf dem platz vor der blauen moschee bestaunt. Das ganze muss man sich wie ein riesiges picknick vorstellen, bei dem alle darauf warten das endlich die sonne untergeht und man wieder nach herzenslust schlemmen darf. Kaum beginnt der muezzin dann zu schreien gibt es kein halten mehr und alle futtern was das zeug hält.
Die folgenden 2 tage haben wir dann mit typischem istanbuler sightseeing verbracht. Unten seht ihr die blaue moschee von innen und von außen. Nachdem alle besucher vorher die schuhe ausziehen müssen war auch der geruch spektakulär.
Noch beeindruckender war eigentlich nur die hagia sophia kirche. Unfassbar groß, wenn man bedenkt das sie im 6. Jahrhundert in nur 6 jahren gebaut wurde. Von zehntausenden arbeitern war die rede…wieviele dabei gestorben sind will ich lieber gar nicht wissen.
Neben den hauptsehenswürdigkeiten haben wir uns die tage auch mit allerhand kleinigkeiten versüßt. Am zweiten tag haben wir z.B. eine kleine bootstour auf die asiatische seite istanbuls gemacht. Mit einer fischsemmel gestärkt konnte die fahrt beginnen, auf der man neben einer wunderschönen aussicht auf beide seiten der stadt auch ziemlich coole streetart bestaunen konnte. Am ende wurde dann noch ein kleines sonnenuntergangs-bierchen auf der galata-brücke gezischt (danke katha für den hervorragenden tipp!)
Essen war übrigens generell ziemlich lecker… Theresa ist ein großer fan von meze (gemischte türkische vorspeisen)
Nach einem relativ entspanntem 2. Tag, den wir unter anderem auf der dachterasse eines kleinen cafes mit bilderbuch-aussicht auf den bosporus verbracht haben, war es auch schon wieder an der zeit abschied zu nehmen und uns in richtung flughafen aufzumachen.
Jetzt sitzen wir schon im flieger nach bishkek und ich nutze die zeit fotos auszumisten euch diesen kleinen bericht zu schreiben. Sonst geht’s uns soweit prima und wir sind schon sehr gespannt auf kirgistan!! Nachdem istanbul ja doch eher ein städtetrip war, fühlt es sich für mich so an, als würde die weltreise erst jetzt so richtig losgehen…











