2.-9. September 2015: Nach langem hin und her entschieden wir uns schließlich nicht das Flugzeug von Lombok nach Flores zu nehmen, sondern für eine 4 Tage dauernde Mini-Kreuzfahrt vorbei an Sumbawa und dem Komodo Nationalpark. Das Boot, das uns und die anderen 21 Passagiere an Bord nahm, war dann leider wirklich nicht viel mehr als eine Nussschale. Zum Glück war das Wetter gut und die See entsprechend ruhig.
Nachdem es an Bord keine Duschen oder ähnliches gab, war das auch die einzige Möglichkeit für eine oberflächliche Grobreinigung. Geschlafen wurde im Matratzenlager an Deck und 3 mal täglich gab es Raubtierfütterung, bei der sich nach dem Anrichten alle auf das teilweise mager bestückte Buffet stürzten. Unterwegs stoppten wir an unterschiedlichen Stränden und kleinen Inseln, um Wasserfälle anzuschauen, zu schnorcheln oder zu schwimmen.










Inbesondere die Stopps im Komodo-Nationalpark haben sich dann echt gelohnt. Sowohl auf Komodo selbst, als auch auf Rinca konnten wir die weltberühmten Komodowarane sehen, die es weltweit nur hier gibt. Während wir dort waren, lagen sie zwar fast ausschließlich faul im Schatten, aber auf der Jagd können sie bis zu 20km/h schnell werden.












Die Jagdmethode ist übrigens sehr raffiniert, aber auch irgendwie…faul ;-). Zunächst beißen sie ihre Beute einmalig, ersparen sich dann aber jeden weiteren Kampf und lassen ihr Ziel zunächst wieder in Ruhe. Im Laufe der nächsten paar Tage verrichten allerdings die Bakterien aus dem Speichel der Viecher ihren Dienst und töten die Beute langsam und qualvoll. Durch ihren sehr guten Geruchssinn, der übrigens über ihre Zunge funktioniert, sind die “Dragons” in der Lage ihre tote Beute aufzuspüren und im Anschluss in Ruhe zu verspeisen. Das kann dann schon auch mal ein ganzer Wasserbüffel sein.

Endlich in Labuanbajo, der westlichsten Stadt von Flores, angekommen, suchten wir uns eine Unterkunft und eine Tauchschule für die folgenden Tage. Der weitaus spektakulärere Teil des Komodo Nationalparks befindet sich nämlich unter Wasser. So verbrachten wir die nächsten 3 Tage mit den Jungs und Mädels von “UberScuba”, mit denen wir einige der besten Tauchgänge unseres noch jungen Taucherlebens hatten. Insbesondere “Batu Bolong”, der oft unter den Top10-Tauchspots weltweit gelistet wird, war einfach nur WAHNSINN! Ein total überfülltes Aquarium mit Korallen und Fischen in allen Formen und Farben soweit das Auge reicht. Wir wussten oft nicht wo wir zuerst hinschauen sollen… absolute Reizüberflutung. Die Bilder von der Gopro kommen leider nicht so raus… aber einfach mal googeln, da gibt es sicher bessere. Auch unsere ersten Haie und Manta-Rochen haben wir in Komodo gesehen, für die die Komodo-Unterwasserwelt bekannt ist und die da gar nicht so selten vorkommen wie an den meisten anderen Tauchspots der Welt.







Irgendwann hieß es aber natürlich trotzdem Abschied nehmen, denn schließlich waren wir erst am Anfang und hatten noch komplett Flores und Sulawesi vor uns.





