Mt. Rinjani – Nur die Harten kommen in den Garten

28. August – 2. September 2015: Nach den letzten Wochen mit all der trockenen Kargheit in der Hitze Zentralasiens freuten wir uns schon richtig auf den bevorstehenden Tapetenwechsel und damit auf unseren nächsten Stopp: Indonesien!

Um vom Iran dorthin zu gelangen standen uns allerdings harte Tage und vor allem Nächte bevor. Zunächst ging es morgens um 6 Uhr mit dem Flieger von Tehran nach Doha und nach knapp 3 Std Transit weiter nach Jakarta, wo wir spät abends landeten. Die folgende Nacht verbrachten wir dann in der Checkin-Halle am Airport, weil unser Weiterflug nach Lombok bereits um 5 Uhr morgens ging. Nach 1 Nacht im Bus von Tabriz nach Tehran, 1 Nacht am Flughafen in Tehran und 1 Nacht am Flughafen in Jakarta kamen wir etwa mittags im kleinen Örtchen Senaru am Fuße des Mt. Rinjani an…. ziemlich fertig, wie Ihr euch sicher vorstellen könnt. Beste Voraussetzungen also um am nächsten Morgen zur 3-tägigen Besteigung aufzubrechen ;-). Nichts desto trotz marschierten wir nach einem Päuschen im schönen Guesthouse am gleichen Nachmittag noch zu zwei schönen Wasserfällen im Dchungel und nahmen ein sehr erfrischendes Bad. Nur die Harten kommen in den Garten 😉
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Als der nächste Morgen dann angebrochen war, ging es zunächst mit dem Auto zur anderen Seite des Berges, dem Startpunkt des Treks. Bereits bei der Registrierung wurde uns bewusst, dass wir nicht mehr in Kirgistan sind. Während wir dort nur einen Touristen in 2 Tagen am Berg trafen, waren es hier geschätzt min. 150, die an diesem Tag losmaschierten. So setzte sich die Menschenkette dann in Bewegung. Zusammen mit Guides und Portern kam schon so einiges zusammen.
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TAG 1: Sembalu bis Kraterrand
In relativ trockener und staubiger Vegetation ging es stetig ca. 1300 Höhenmeter bergauf bis wir den Kraterrand auf 2500m erreichten. Dort waren bereits viele viele gelbe und orange Zelte aufgestellt bzw. Plätze durch kleine Holzstöckchen reserviert… wie auf Malle mit den Handtüchern am Pool 😉
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Unser Guide kam dann 45min nach uns auch an. Entweder es lag daran, dass er durch die Nelkenzigaretten so unfit war, oder wir durch das Kirgistan-Bootcamp so fit waren. Aussicht hatte wir zunächst leider keine, weil es doch ziemlich bewölkt war. Kurz vor Sonnenuntergang klarte es aber zunehmend auf und wir konnten noch den ein oder anderen Schnappschuss machen.
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TAG 2: Der Gipfeltag
Bereits um 3 Uhr morgens ging es, mit einem Ingwertee gestärkt, los in Richtung Gipfel. Neben den ca. 1100 Höhenmetern machte es vor allem das lose Terrain aus Staub und Geröll schwierig voranzukommen. Für jeden Schritt vorwärts rutschte man nen halben zurück. Auf dem Weg lag dann auch die eine oder andere (meist malayische) “Leiche”, sprich Leute die total verausgabt im Dreck lagen. Der ein oder andere musste sich auch übergeben oder spuckte Blut. Für uns war es natürlich auch sehr anstrengend, aber wegen dem leichten Gepäck im Vergleich zu Kirgistan sehr gut machbar. Etwa eine halbe Stunde vor Sonnenaufgang erreichten wir dann den Gipfel auf 3726m. Yes we can!
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Damit hatte der anstrengendste Tag der Tour aber erst begonnen. Zunächst ging es wieder zurück zum Lager, wo ein kleines Frühstück auf uns wartete. Diesmal war der lose Untergrund zu unseren Gunsten, denn man konnte einen Großteil förmlich hinunter-“sliden”. Von dort ging es im Anschluss weitere 600m bergab, bis ans Ufer des Kratersees. Landschaftlich super schön gelegen, aber leider mit Müll übersät. Generell gab es leider sehr sehr viel Müll entlang des Treks, insbesondere in den Camps.
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Die Wartezeit auf unser Mittagessen vertrieben wir uns mit einem Sprung in die heißen Quellen und entspannten unsere Muskeln ein wenig.
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Aufgrund des vielen Mülls beharrten wir darauf nicht wie von der Crew vorgesehen am See zu übernachten, sondern noch am selben Tag den Aufstieg zum zweiten Kraterrand auf uns zu nehmen. Also erneut 600m rauf, damit war’s dann aber auch wirklich genug für einen Tag ;-). Belohnt wurden wir mit der schönsten Aussicht des gesamten Treks.
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TAG 3: Der Abstieg
Am letzten Tag ging es dann ca. 5 Stunden und ca. 2000 Höhenmeter bergab durch den Regenwald, ins kleine Örtchen Senaru. Dreckig und erschöpft aber glücklich, legten wir die Füße in der schönen Unterkunft hoch und genissen die Ruhe den kleinen Bergdörfchens. Nur den Transport in Richtung Flores mussten wir noch organisieren…
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