Roadtrip zum kaspischen Meer

21.-23. August 2015: Unser erster Besuch in Tehran war nur von kurzer Dauer. Mit dem Bus von Kashan am südlichen Terminal angekommen, ging es direkt mit der Metro weiter zum westlichen Terminal. Dort erwischten wir gerade noch den Bus nach Quazvin, um im Anschluss mit einer der schlimmsten Fahrten unseres Lebens nach Gazor Khan zu fahren. Zunächst wurde im Schneckentempo gekrochen und später, als es dann dunkel war, wurde der Bleifuß ausgepackt. Als noch ein Kumpel des Fahrers als sechste Person zustieg und beide das Kiffen angefangen haben, war dann Schluss mit lustig. Wenn wir nicht nur noch 10 Minuten Fahrt vor uns gehabt hätten, wären wir auf der Stelle ausgestiegen. Ging dann aber alles gut und wir kamen spät aber wohlbehalten in unserer Bleibe, einem kleinen Homestay, an.
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Am nächsten Morgen wanderten wir hinauf zur Alamut-Burg, von der allerdings nicht wirklich viel übrig ist und zusätzlich noch gerade Großbaustelle herrscht. Zu allem Überfluss war’s auch noch neblig, Aussicht hatten wir also zunächst auch keine. Wir liefen dann ein kleines Ründchen um den nächsten Berg und während dessen zeigte sich immer öfter die Sonne. Unterwegs trafen wir einen Jäger, der mit seiner Flinte darauf wartete das irgendwelche Viecher den Berg runterkommen. Wir hatten dann sogar eine Art Konversation auf Persisch und Tee wurde uns angeboten. Am Ende bekamen wir noch den Aufrag ein paar Steine herunter zu schmeißen sobald wir oben am Grat sind, um die Viecher aufzuscheuchen versteht sich 😉
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Von Gazor Khan aus war der weitere Plan per Anhalter und teilweise zu Fuß unseren Weg durch das Tal bis zur Küste des kaspischen Meers fortzusetzen. Die ersten Kilometer gingen noch ganz gut, aber bereits im nächsten Ort dauerte es min. 1 Stunde bevor wir auf Hossein und Mohammad stießen. Die beiden Bodybuilder aus Tehran waren selbst auch zum Zelten in der Region unterwegs und nahmen uns mit. Mit unseren ersten Gastgeschenken, wie Strom von der Powerbank um ihre Handys zu laden und Sonnencreme für den bereits verbrannten Hossein, war dann auch schnell Freundschaft geschlossen.
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Durch beeindruckende Canyons und vorbei an Viehweiden und kleinen Örtchen gings dann aus dem Alamuttal hinauf über einen Pass mit wunderschönen Aussichten. Und da die beiden ja auch als Touris unterwegs waren, waren sie auch bereit für ein paar Fotostopps und Päuschen anzuhalten, um die Landschaft zu genießen.

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Spontane Einladung zum Tee an der Strecke

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Wir überzeugten die beiden dann auch noch uns nach Salajanbar zu fahren, einem kleinen Bergdorf mitten in der Pampa an dem sogar der Feldweg aufhört und es danach nur noch zu Fuß weitergeht. Dort angekommen hatten wir schnell eine Familie gefunden, die uns zum stolzen Preis von knapp $25 (aber immerhin mit Abendessen und Frühstück) ein Dach über dem Kopf bot. Während ich den Jungs half ihr Zelt aufzubauen, probierte sich Theresa am Kuhmelken.
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Am nächsten Morgen verabschiedeten wir uns nach einem typischen iranischen Frühstück mit frischer Kuhmilch und selbsgemachtem Käse und Brot von unseren neuen Freunden, denn die nächsten 15km bis Yuj wollten wir zu Fuß durch einen Canyon laufen. Vollbepackt mit großem und kleinen Rucksack machten wir uns auf den landschaftlich sehr schönen Weg. Leider verhinderten erneut ein paar Wolken die ein oder andere Aussicht.
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Nachdem wir in Yuj ankamen hielten wir erneut Ausschau nach einer Mitfahrgelegenheit, bis dann plötzlich wer die Straße hinunter kam? Richtig, Hossein und Mohammad! Die beiden haben morgens doch tatsächlich so lange getrödelt, dass sie langsamer waren als wir zu Fuß. Wir gingen natürlich wieder liebend gern an Bord, auch wenn wir uns ein bisschen ärgerten, das wir umsonst unseren großen Rucksack geschleppt hatten. Den hätten wir auch einfach morgens im Auto lassen können  😉

Die Jungs wollten eigentlich noch eine 4 Stunden-Wanderung zu heißen Quellen machen, aber nach der ersten Einkehrmöglichkeit und der fortgschrittenen Stunde wurde dieser Plan rasch wieder beerdigt.
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Den restlichen Nachmittag verbrachten wir auf einer ziemlich schlechten Straße, schafften es aber bis abends tatsächlich bis an die Küste, nach Tonekabon, wo das Klima merklich feuchter war. Mit shared Taxi ging es dann sogar noch nach Rasht, in der Gilan-Region.

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