Muscheln, Pauas, Pinguine – Roadtripping auf der Southern Scenic Road

12.-14. Januar 2016: Der Norden und Westen der Südinsel waren mit unserem Stopp in Milford abgeschlossen. Für den Süden entschieden wir uns der gut ausgeschilderten “Southern Scenic Route” zu folgen. Wir hatten eigentlich kaum geplante Programmpunkte und ließen uns einfach treiben.
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Wir stoppten z.B. in einem kleinen Cafe, dessen Einrichtung vornehmlich aus antiken Küchenutensilien bestand und uns damit so einige Jahrzente in die Vergangenheit katapultierte. Der eine oder andere hat sowas sicher mal bei Oma gesehen *g*. Der leckere Kuchen stärkte uns bestens für den nächsten Halt, einem Strandspaziergang in einer der wilden Buchten.
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Als Campingplatz wählten wir die Monkey Island Bay, denn wir hatten über unsere Campermate-App gelesen, dass man hier bei Ebbe Muscheln sammeln kann. Wir witterten die Chance ggf. neben Miesmuscheln auch die berühmten Paua- bzw. Abaloneschnecken finden zu können. Den Tipp, dass diese in Neuseeland zu finden sind, hatten wir von Hjalmar, unserem Seafood-Gourmet, bekommen. Leider mussten wir die Suche vertagen, denn bei der Kombination aus Ebbe um 21:30 Uhr, Dauerregen und kaltem Wind und Wasser, machten wir es uns lieber in unserem Camper gemütlich und brauten uns selbst Glühwein. Die Kombination aus Nelken von daheim, Zimt aus Indien, Rotwein und Cranberry-Sirup aus Neuseeland war super lecker und damit der Wein schnell aus und wir schnell angedudelt *g*. Es war Zeit sich auf’s Ohr zu hauen, um es am nächsten Tag erneut zu versuchen.
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Nach knapp 1 1/2 Stunden Herumgestapfe in kniehohem Wasser war es dann auch tatsächlich so weit und wir fanden neben tausenden Miesmuscheln auch 2 Pauaschnecken. Diese Biester saugen sich allerdings mit ziemlicher Kraft an den Fels, so dass durchaus von einem Kampf gesprochen werden könnte. Nach ein paar Versuchen und einem verbogenen Messer hatte die Schnecke aber letztendlich doch den Kürzeren gezogen und so landete sie zusammen mit den anderen Muscheln in einem Eimer Meerwasser (ja, diesmal kein Süßwasser, man lernt ja dazu *g*).

Wir verstauten den Eimer mit unserem teuren Mittagessen im Camper und fuhren weiter nach Riverton, wo wir uns ein kleines, aber sehr liebevoll gestaltetes Heimatmuseum über die Maoris und die Besiedelung der Region anschauten. Im Anschluss fuhren wir zu einem kleinen Leuchtturm und bereiteten in standesgemäßer Kulisse unser Festmahl zu. Lecker waren die Dinger schon, vor allem wenn man weiß, dass die Dinger daheim 200€ das Kilo kosten.
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Unser wunderschön gelegener Campingplatz

Frisch gestärkt setzten wir unsere Fahrt entlang der wilden Südküste fort und kamen am späten Nachmittag in der Curio Bay an. Hier konnten wir abends noch die alltägliche Heimkehr der Gelbaugenpinguine von ihrem Beutezug beobachten. Gleichzeitig markierte dieser Punkt den südlichsten Punkt unserer Neuseland- bzw. vielleicht sogar der ganzen Weltreise dar.
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Am nächsten Tag ging es wieder gen Norden und wir hielten zunächst an 2 kleinen aber feinen Wasserfällen, bevor wir an einer Straßenecke auf einen Briefkasten in Form eines Wals stießen.  Dieser stellte sich als zugehörig zu einer Mischung aus Cafe und Bastler-Museum, namens “the lost gipsy”, heraus. Hier unbedingt anhalten und sich von den kreativen Ideen des Besitzers begeistern lassen, es lohnt sich!
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Den restlichen Tag hatten wir noch einiges an Strecke in Richtung Mount Cook zu machen. Trotzdem ließen wir es uns nicht nehmen die tolle Aussicht von Lighthouse Point zu erklimmen. Auch der Tunnelbeach (nur über eine Treppe durch einen Tunnel im Fels erreichbar) in der Nähe von Dunedin an der Ostküste gefiel uns landschaftlich sehr gut.
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Den letzten kurzen Stopp des Tages legten wir am Boulderbeach ein. Hier findet man nahezu kugelförmige Felsen mit teilweise mehr als 1m Durchmesser im Sand. Wie sie dahin kamen und warum sie so aussehen, weiß wohl keiner so genau. Wir nutzten das schöne Abendlicht für das ein oder andere Foto.
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Unser Camp kurz vor der Ortschaft Twizel erreichten wir dann erst bei Dunkelheit, was hier in Neuseeland zu dieser Jahreszeit erst nach 22Uhr ist. Den nächsten Vormittag verbrachten wir in Twizel hauptsächlich vor dem Waschsalon, denn unsere Klamottenvorräte waren absolut erschöpft. Ausserdem wollten wir die Gelegenheit nutzen und vor Zentralamerika nochmal alles mit richtiger Waschmaschine und warmem Wasser auf Wohlfühlniveau zu bekommen. Jetzt waren wir aber endgültig bereit, um der Straße entlang des Lake Pukaki, in Richtung des wolkenverhangenen Mount Cooks zu folgen. Die ersten Tropfen ließen nicht lange auf sich warten…
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