30. November – 2. Dezember 2015: Neben Traumstränden und türkisem Meer, für das Fidschi ja vor allem bekannt ist, wollten wir unbedingt auch etwas von der Südseekultur erleben und haben uns daher als ersten Stopp ein kleines Dorf in den Bergen des Koroyanitu Nationalparks herausgesucht. Abaca ist tatsächlich klein – ganze 19 Häuser zählt das Dörfchen, das ohne Strom auskommen muss und nur per Jeep über eine holprige Piste erreichbar ist. Also ziemlich abseits der übrigen Touristenpfade…
Mit Entwicklungshilfe wurde Anfang der 90er ein Tourismusprojekt gestartet, um dieser sehr entlegenen Region eine kleine Einkommensmöglichkeit zu geben. So gibt es dort inzwischen ein Visitor Center, das über eine kleine Auswahl an Wanderwegen um das Dorf herum informiert, Guides vermittelt und über Homestays bei den Familien eine Übernachtungsmöglichkeit geschaffen hat. Das Ganze wird von der Dorfgemeinschaft verwaltet.



Mit Hilfe des Internets haben wir es schließlich dorthin geschafft – mit einem Päckchen Kava als Gastgeschenk (sevu sevu) für den Dorfältesten. Kava ist ein traditionelles Getränk, bei dem das Pulver aus der Kavawurzel mit Wasser vermischt getrunken wird. Das durften wir dann bei der traditionellen Willkommenszeremonie am Abend selbst probieren: Getrunken wird reihum aus einem kleinen Schälchen, wobei man “high tide” oder “low tide” wählen kann, also voll oder nur halbvoll. Dazu wird einmal vor dem Trinken geklatscht, wenn man das Schälchen gereicht bekommt, und alle klatschen zwei Mal nachdem ausgetrunken wurde. Nun ja, schmeckt interessant ;-).

Sonst haben wir die zwei Tage in dieser wunderschönen Landschaft sehr genossen. Bekocht wurden wir von einer sechsköpfigen Familie, bei der wir auch in der Hütte übernachtet haben. Neben einem kleinen Spaziergang zu einem Aussichtspunkt, den wir auf eigene Faust unternommen haben, wurden uns für die restlichen Ausflüge zwei Guides zur Seite gestellt. Lessy, die älteste Tochter der Familie, und Nai, ihre Cousine, haben uns am ersten Nachmittag zu einem “großen” Wasserfall begleitet und dabei viel über lokale Heilpflanzen, Früchte und ihr Dorf erzählt.




















Das Highlight war aber sicherlich die ganztägige Wanderung durch Grasland und den Dakua Wald zum Mount Batilamu und der anschließende Abstecher zum “kleinen” Wasserfall. Die Aussicht über die Ebene bis zur Küste und den vorgelagerten Inseln war wirklich grandios!











Wir haben in den zwei Tagen einen interessanten Einblick ins fidschianische Dorfleben erhalten, das alles in allem doch überraschend arm und wenig entwickelt war – gerade im Vergleich zum hochentwickelten Luxustourismus im Land.





