11.-13. Juli 2015: Von unserer gemütlichen Unterkunft am Strand ging es mit dem Bus weiter nach Kochkor, in Zentralkirgistan. Dort angekommen organisierten wir uns für die folgenden Tage einen mehrtägigen Reitausflug in die Berge. Am nächsten Morgen ging es dann zunächst auf den örtlichen Viehmarkt. Hier wurde von Hühnern und Schafen, über Kühe, bis hin zu Pferden eigentlich so ziemlich alles gehandelt. Vor allem die kirgisischen Schafe mit ihren dicken Hintern fanden wir sehr lustig. Wieviele Schafe passen eigentlich in einen Lada-Kofferraum? Mindestens 3 können wir als Augenzeugen bestätigen…




Im Anschluss ging es mit dem Taxi nach Jumbal, wo nach einem Mittagessen aufgesattelt wurde. Mein Gaul, mit dem Namen “Typhoon”, und ich hatten zunächst nicht den besten Start. Trotz Vorab-Lektüre der mehrseitigen “Reiten für Dummies”-Broschüre, verweigerte Typhoon den Dienst und blieb erst mal 5 Minuten mitten auf der Straße stehen. Erst als unser 13-jähriger Guide zu Hilfe eilte, ging es auch für mich los. Für sein Alter war der Knabe sehr umsichtig und kümmerte sich erstaunlich gut um uns. Hauptbestandteil unserer Gespräche war aber ganz klar der Tipp, die Peitsche öfter einzusetzen und dabei TSCHUAAA TSCHUAA zu rufen. Gebracht hat’s am Ende wenig, mein Pferd hatte da seinen eigenen Kopf. Theresa behauptet nach wie vor ihr Pferd im Griff gehabt zu haben. Sobald allerdings blaue Blumen zu fressen in der Nähe waren, sah es mit dem Gehorsam ebenfalls düster aus.


Und so ritten wir dann in einem kleinen Tal vor uns hin und probierten unterschiedliche Sitzpositionen aus. Nach einem relativen leichten Anstieg am ersten Tag, erreichten wir unser Yurten-Camp für die Nacht. Spät war es noch nicht und so entschlossen wir uns noch schnell den nahegelegenen, “kleinen” Gipfel zu erklimmen. Wie sich herausstellte, hatten wir diesen etwas unterschätzt und so waren es am Ende nochmal zusätzliche 450 Höhenmeter bis auf ca. 3.050m.



Am zweiten Tag ging es morgens zunächst recht steil hinauf zu einem Pass auf ca. 3.500m. Vor allem mein Pferd tat mir dann doch etwas Leid, da es neben mir noch 2 relativ schwere Rucksäcke tragen musste. Oben angekommen konnten wir dann die ersten Blicke auf den Son-Kul-See erhaschen, dem eigentlichen Ziel unserer Tour. Gemütlich ging es hinab bis zum Ufer des Sees, wo bereits ein Mittagessen in einer Yurte auf uns wartete. Nachmittags wurde es dann etwas sportlicher (und auch schmerzhafter), denn wir galoppierten einen Großteil der Strecke durch die kirgisische Steppe am Ufer entlang. Am zweiten Camp angekommen ließen wir den Tag bei einem traumhaften Sonnenuntergang ausklingen und genossen die Aussicht auf die Steppe, den See und die umliegenden Berge.





