14.-16. Juli 2015: ES HAT WIRKLICH FUNKTIONIERT!!! Wir halten tatsächlich unsere Pässe mit den Visa für Usbekistan, Turkmenistan und Iran in den Händen. Die Pässe kamen am Montag in Bishkek an, was sich auch recht gut mit unserer Rückreise von Son Kul vereinen ließ. An dieser Stelle nochmal ein riesiges Dankeschön an alle die uns bei unserem Pass-Albtraum unterstützt haben bzw. uns die Daumen gedrückt haben. Besonders natürlich an unsere kirgisischen Freunde, die eine Übergabe in Bishkek erst möglich gemacht haben. Auch nochmal einen Gruß an die Deutsche Post… für Euch gibt es von ganzem Herzen ein dickes MEGAFAIL!! 🙂
Am Dienstag ging es dann mit einem shared-Taxi weiter nach Arslanbob. War ne ganz schöne Strecke aber nach 9 Stunden Fahrt, bei extremer Hitze, haben wir’s dann hinter uns gehabt. Arslanbob ist ein kleines Bergdorf schon relativ weit im Süden auf ca. 1500m. Langsam aber sicher kommen wir der usbekischen Grenze näher. Nach allem was wir bisher gehört haben, wird es wohl in Usbekistan nicht kühler werden. Einem anderen Reisenden sind dort die Schuhe auf dem Asphalt geschmolzen… wir sind sehr gespannt 🙂

Am nächsten Tag haben wir einen Tages-Trip in die umliegenden Berge unternommen. Eigentlich wollten wir uns erneut Equipment zum Zelten leihen und auf eigene Faust 2-3 Tage da oben verbringen. Laut örtlichem Tourismus-Büro ist das Zelten ohne Guide jedoch verboten und dieser war uns einfach zu teuer… aus unserer Sicht reine Abzocke, die uns den Start in Arslanbob ein bisschen vermieste. Das gemütliche Homestay, mit seinem sehr schönen Garten, und die nette Familie lassen das jedoch schnell wieder vergessen.


Diesmal nur mit leichtem Tagesgepäck fiel uns dieser Trek zumindest aus Konditionssicht deutlich leichter als in Karakol. Die 10kg weniger auf dem Rücken machen sich in der Höhe einfach doch bemerkbar. Den Weg kannten wir nicht so 100% genau und so folgten wir dem Flußlauf bergauf. Der aufgezeichnete GPS-Trek eines anderen Pärchens legte uns eine Flußüberquerung nahe. So suchten wir min. 20min nach einer geeigneten Stelle, mussten letztendlich aber doch die Schuhe ausziehen und durchs Wasser stapfen. Weiter oben am Fluss stellten wir dann fest, dass es eine wunderbare Hängebrücke gegeben hätte. Ziemlich umsonst der Aufwand :-).
Nach ein paar Hundert Höhenmetern erreichten wir einen Wasserfall der zwar nicht besonders viel Wasser führte aber dafür relativ hoch war. Für viele das erklärte Hauptziel einer Tageswanderung, gaben wir uns aber damit nicht zufrieden. Nach einer kurzen Kletterpassage erreichten wir das obere Ende des Wasserfalls und folgten danach erneut dem Bachlauf immer weiter bis wir eine wunderschöne Hochebene, umgeben von massiven Felsformationen erreichten. Nach einer kleinen Rast mit tierischem Besuch (siehe Foto) machten wir uns daran den möglichen Rückweg zu erkunden. Wir stellten fest, dass dafür eine Überquerung diverser Schluchten nötig ist. Nachdem wir keine geeignete Stelle fanden, folgtem wir der Hauptschlucht bis zu einer Stelle an der sie durch ein Schneefeld gefüllt war, d.h. weniger tief und steil war.
Das hinunter- und auf der anderen Seite wieder raufkommen klappte dann doch nicht ganz “reibungslos” und so holten wir uns beide die ein oder andere kleine Schramme. Nachdem wir diese Hürde genommen hatten, konnten uns die beiden verbleibenden Schluchten nicht mehr schockieren und so meisterten wir diese etwas eleganter. Der Abstieg folgte einer kleinen Bergstraße und war relativ unspektakulär. Nur am Ende sahen wir noch die Ausläufer des weltgrößten Walnussbaum-Waldes, für den Arslanbob bekannt ist.




