Am Fuße des Peak Lenin

16.-18. Juli 2015: Von Arslanbob ging es früh morgens mit dem Bus los ins Tal. Nach diversen Umstiegen in größeren Städten erwischten wir tatsächlich in Osh noch den einzigen täglichen Bus nach Sary Mogol um 14 Uhr. Bereits als wir um 13Uhr unser Ticket kauften schien der Bus weitgehend voll zu sein – weit gefehlt, wie sich herausstellte. Gegen 14:30Uhr setzte sich der kleine Sprinter dann wirklich in Bewegung. Neben den 16 Personen, für die es auch tatsächlich einen normalen Sitzplatz gab, zählte ich min. 12 weitere. Hinzu kamen noch je 2 Paletten Bier und Vodka, ca. 100 Brote, 1 Fahrrad, unsere Rucksäcke und diverses anderes Gepäck. Es würde also für die nächsten 4 Stunden durchaus kuschlig werden – erneut weit gefehlt 🙂 Überladen wie die Kiste war, versagte am Fuße des zu überquerenden Passes die Motorkühlung. Das nächste Wasserrinnsal wurde gesucht und dort mit Plastikflaschen Wasser geschöpft um den Motor zu kühlen. Nach ca. 45min konnte es dann weitergehen, zumindest für die nächsten 10min bis die Kiste erneut überhitzt war. Dieses Spielchen wiederholte sich dann diverse Male. Gegen 21Uhr, d.h. mit bereits 3 Stunden Verspätung, hatten wir dann die Faxen dicke und stiegen in einem anderen Dorf aus, um uns dort eine Bleibe für die Nacht zu suchen. Am nächsten Morgen ging es dann per Anhalter noch die letzten 30km bis Sary Mogol.
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Die Organisation einer Trekking-Tour zum Fuße des Peak Lenin erwies sich erstaunlich einfach und so gelang es uns bereits 2 Std. später aufzubrechen. Zunächst wurden wir mit einem alten Audi 80 (Audi ist hier übrigens ne große Nummer, auch wenn ich noch keinen gesehen habe der jünger als 15 Jahre ist) hoch bis zum Tulpar-See auf ca. 3.500m gefahren. Neben der Familie, die unsere Yurte für die Nacht bewirtschaftete, begrüßten wir auch die ersten umherlaufenden Yaks. Etwas lustig sehen die Burschen ja schon aus mit ihren zotteligen Haaren. Laut unserem Guide soll Yak-Fleisch übrigens ausgezeichnet schmecken. Leider wurde uns dann doch nur Yak-Yoghurt vorgesetzt, wofür sich meine Begeisterung in Grenzen hielt. Theresa fand’s hingegen super.

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Die Wanderung selbst war dann eher gemütlich, mit nur wenigen hundert Höhenmetern, die zu bewältigen waren. Wir folgtem einem Fluß bzw. der damit einhergehenden Schlucht aufwärts und hielten damit direkt auf den Peak Lenin zu. Auch wenn er international als einer der am einfachsten zu besteigenden 7.000er gilt, war es für uns eine einmalige Erfahrung vor so einem gigantischen Koloss zu stehen. Die Besteigung überlassen wir dann aber doch lieber “de Wuidn” 🙂 Wieder zurück im Camp genossen wir noch das herrliche abendliche Panorama. Nachdem es auf 3.500m nachts durchaus zapfig wird, wurde kurz vor dem Schlafengehen noch der Ofen in unserer Yurte eingeschürt. Holz gab es hier keins also wurde kurzerhand getrocknete Kuh- bzw. Yak-Scheiße (wer weiß das schon so genau) verwendet. Macht auf jeden Fall ordentlich warm 🙂
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Am nächsten Tag ging es dann noch ins benachbarte Tal und die Tuyuk-Schlucht entlang. Leider war es deutlich bewölkter als am Vortag und so blieb uns ein freier Blick auf den zu sehenden Peak Estonia leider verwehrt. Abends ging es dann im Audi 80 wieder zurück nach Sary Mogol. Nachdem es unsere letzte Trekking-Tage in Kirgistan waren, wurden wir fast schon etwas melancholisch. Werden die anderen Touren da mithalten können? Kirgistan hat die Messlatte auf jeden Fall extrem hoch gelegt.

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