Corcovado, wo der Dschungel lebt

15.-17. März 2016: Auf der Osa Halbinsel im Südwesten Costa Ricas befindet sich der Corcovado Nationalpark. Ein immer noch recht unberührter und verhältnismäßig schwer zugänglicher Teil des Landes, der auch recht streng reglementiert wird. So darf man beispielsweise nur mit Sonderberechtigung in den Park, die mindestens einen Tag vorher beantragt werden muss. Zu Recht, denn es gilt ein faszinierendes Gebiet zu schützen, das 2,5% der kompletten Biodiversität weltweit (!) beherbergt und zu den besten Orten für Tierbeobachtungen in ganz Costa Rica zählt.

Wir fuhren also zunächst mit Bus und Boot bis Puerto Jimenez, einem kleinen verschlafenen Örtchen mit nur wenigen Touristen im Westteil der besagten Halbinsel. Von dort aus sollte dann am nächsten Tag unser ziemlich anstrengender Tagestrip in den Dschungel starten.
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Um fünf Uhr morgens trafen wir unseren Guide und zwei Schweizer, die mit uns den Dschungel unsicher machen wollten. Weiter gings zwei Stunden über eine 4×4 Holperpiste bis zum Parkplatz und dann nochmal ca. eine Stunde zu Fuß bis zum Parkeingang und dem Rangercheckpoint. Aber schon bis dorthin hatten wir die ersten Tiere im Dickicht erspäht: ein Tucanpärchen, verschiedene Affen, eine schwarze Riesenschlange und eine Python im Baum.
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Und so ging es auch weiter. Natürlich war es kein Zoo und es blieb die freie Wildbahn. Man musste also schon die Augen offen halten und geduldig sein, aber wir haben auf unserer etwa sechs-stündigen Dschungelwanderung wirklich viel gesehen.

Ein besonderes Highlight war der Tapir, der sich entspannt durchs Dickicht schlich. Dazu kamen Gruppen von Aras, die regelmäßig lärmend über unsere Köpfe flogen. Die obligatorischen Affenbanden in den Baumwipfeln, ein Ameisenbär, eine verspielte und wenig scheue Gruppe von Nasenbären und kleine Fledermäuse, die sich in Blättern zum Schlafen versteckt hatten…
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Nur die Wildkatzen hatten sich mal wieder vor uns versteckt. Vielleicht auch besser so, denn der Lonely Planet schreibt dazu im Corcovado-Kapitel: “if a puma attacks, make yourself as big as possible, shout and fight.” (Nunja, das blieb uns also zumindest erspart ;-))

Abgesehen von den Tieren war die Landschaft des Parks aber auch eine der schönsten und spektakulärsten, die wir bisher gesehen hatten. Wilde einsame Strände gesäumt von dichtem Regenwald, der direkt vom Meer in den Himmel zu wachsen schien. Einfach nur WOW!
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Zum Sonnenuntergang erreichten wir müde und verschwitzt nach einem langen Tag wieder Puerto Jimenez. Und damit hieß es auch, dass wir uns langsam seelisch auf den  Grenzübergang am nächsten Tag nach Panama vorbereiten durften, unserem letzten Land in Zentralamerika.

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