Shadowland und die schönste Straße der Welt

10. – 12. Januar 2016: Unsere nächste Fahrt brachte uns nach Te Anau – an den Rand des berühmten Fjordland Nationalparks. Zur Einstimmung stoppten wir dort an einem kleinen Kino, das eigens für einen besonderen Film gebaut wurde: Ata Whenua, Shadowland; einer Dokumtenation des Nationalparks in eindrucksvollen Bildern, die aus dem Helikopter aufgenommen wurden. Mit noch größerer Vorfreunde ging es dann durch immer spektakulärere Landschaften hinein ins Fjordland.
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Schon am frühen Nachmittag erreichten wir The Divide, das andere Ende des Routburn Tracks, wo ein verhältnismäßig kurzer Seitenwanderweg hoch auf den Key Summit führte. Perfekt für den angebrochenen Nachmittag! Und wieder wurden wir mit absolut großartigen Panoramen auf die umliegenden Gipfel, Täler und den schönen Marian See belohnt. So macht Wandern Spaß :-).
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Auf dem letzten öffenentlichen Campingplatz vor dem berühmten Milford Sound schlugen wir unser Nachtlager auf und konnten auch hier weiterhin die tolle Bergkulisse genießen. Immer wieder mussten wir uns vor Augen führen, wie toll die Landschaft doch war, denn angesichts dieser ständigen visuellen Reizüberflutung läuft man fast Gefahr, die einzelnen Aussichten nicht mehr ausreichend zu schätzen.
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Für den nächsten Tag war nochmal strahlender Sonnenschein gemeldet und so beschlossen wir eine weitere Wanderung etwas weiter oben im Tal zu unternehmen. Uns wurde nämlich von einem der Ranger auf dem Routeburn Track der “Gertrude Sattel” empfohlen, wohl einer der anspruchsvolleren Treks im Park. Über einen unbefestigten steil ansteigenden Pfad, der teilweise mit Seilen gesichert war, ging es vorbei an einzelnen Schneefeldern, einem Wasserfall und einem nahezu schwarzen See  hinauf auf einen Bergrücken. Und dort bot sich uns eine Aussicht, die uns fast sprachlos werden ließ: ein tief eingeschnittenes Tal, umgeben von Gletschern und in der Ferne das blaue Wasser des Milford Sounds. Einfach nur WOW! Und on top kam auch noch eine Gruppe Keas vorbei. Diese frechen und eigentlich recht seltenen Bergpapageien lieferten uns noch eine kleine Show. Was will man mehr :-).
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Nach dem Abstieg zum Parkplatz wollten wir das tolle Wetter des Tages noch nutzen um zumindest einen Blick auf den Milford Sound bei Sonnenschein zu erhaschen. Denn in Neuseeland iat das Wetter ja generell recht unberechenbar… und in dieser regenreichen Region sind die Sonnentage besonders rar. Es waren auch nur noch wenige Kilometer bis zum Ende der kurvenreichen Straße, wo sich dann auch schon der Fjord auftut. Und das war schließlich auch das spektakulärste Stück der Strecke, die von vielen auch als schönste Straße der Welt bezeichnet wird. Wegen der ganzen Fotostopps kamen wir nur langsam voran, aber seht selbst:
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Am Ziel angekommen boten ein paar kurze Spazierwege am Ufer entlang einige wunderschöne Aussichten auf den Fjord und den Gipfel des Mitre, einem Berg der von der Wasseroberfläche knapp 1.600m nahezu senkrecht in den Himmel ragt. Dafür hatte sich der Abstecher in jedem Fall gelohnt… obwohl wir am nächsten Tag ja nochmal herkommen wollten. Das Ticket für die wohl touristischste Attraktion Neuseelands, einer Schiffsrundfahrt durch den Milford Sound, hatten wir schon in der Tasche.
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Nach einer weiteren Nacht auf dem DOC Campingplatz nahmen wir also das erste Boot am Morgen, um diesmal den Milford Sound auf dem Wasserweg zu erkunden. Mit einem reichlichen Frühstücksbuffet an Bord fing der Tag gut an, obwohl sich das Wetter tatsächlich geändert hatte und heute die Wolken tief über dem Fjord hingen. Aber das passte eigentlich fast besser zu dieser Landschaft, wo es ja nun einmal 200 Tage im Jahr regnet. Etwa drei Stunden fuhren wir entlang der dramatischen grünen Steilwände mit den vielen größeren und kleineren Wasserfällen, vorbei an Robben und begleitet von einer Gruppe Delfinen. Trotz hohem Tourifaktor war die Fahrt wirklich ein Erlebnis und ein schöner Abschluss unseres Besuchs im Nationalpark… denn für weitere Wanderungen war das Wetter dann doch etwas zu düster und so zog es uns weiter nach Süden, wo das raue Southland und eine weitere sehenswerte Straße auf uns warteten.
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