15. – 17. Oktober 2015: An unserem letzten Tag in Fort Cochin buchten wir ausnahmsweise mal eine richtig schöne Touri-Tour, um uns die Backwaters vom Wasser aus zu Gemüte zu führen. Dafür ging es vormittags zunächst mit einem kleinen Bötchen, angetrieben von Muskelkraft und einem Bambusstab mit dem der Gondoliere uns vorwärts schob, durch winzige Kanäle, die sich durch das Hinterland der Küste ziehen. Unterwegs konnten wir die wunderschöne Natur genießen, aber auch Locals und ihr tägliches Leben am Wasser beobachten. Viele der Frauen waschen morgens z.B. im Fluß und prügeln die Klamotten dann zum Trocknen über einen Stein.











Nach einem traditionellen Mittagessen mit Thali auf Bananenblatt ging es nachmittags dann mit einem etwas größeren Boot erneut in die Kanäle, die diesmal auch etwas größer und breiter waren.






Am Ende der Tour fuhren wir mit dem Bus entlang der Backwaters ein kurzes Stück weiter nach Süden. Genauer gesagt nach Kottayam, nur um von dort am nächsten Morgen die ca. 2 stündige Fährfahrt – diesmal nur mit Locals und ohne Touris 😉 – zurück an die Küste nach Alleppey zu unternehmen. Wir hatten gelesen, dass man dabei nochmal ganz andere Einblicke in die Backwaters bekommt und so war es dann auch. Zuvor holten wir uns noch ein kleines Frühstück ums Eck, 2 Gerichte + 2 Tee für knapp 70cent. Da wird man auch als Weltreisender mit knappem Budget zum Vielfraß 😉










In Alleppey verbrachten wir dann die Nacht in einem kleinen Kanu-Hüttchen, das in einem künstlichen Fluß schwamm und streunten den Nachmittag in der Nachbarschaft umher bzw. relaxten in Hängematten am Ufer. Abends probierten wir uns noch im Bamboorafting und am Paddeln in einem Nussschalen-Gefährt.













Der folgende Tag stand erneut im Zeichen der Entspannung bevor wir mittags aufbrachen, um die Backwaters neben kleinem Boot, großem Boot und Fähre nun auch noch zu Fuß zu erkunden. Teilweise mussten wir sogar überflutete Straßen überqueren.












Auch wenn wir keine teure Übernachtung auf einem der unzähligen großen Hausboote gemacht haben, hatten wir am Ende trotzdem das Gefühl sehr viel mehr gesehen und mitgenommen zu haben. Spät abends hieß es dann aber Abschied nehmen und in den Sleeper-Bus nach Mysore zu steigen. Der Name ist hier übrigens Programm es gibt richtige flache Pritschen im Bus auf denen man LIEGEN kann… eine Wohltat für alle die nicht im Sitzen schlafen können!