Namaste Indien! An der Ostküste gen Süden

7. – 9. Oktober 2015: Diesmal stand uns ein größerer Hops und langer Reisetag bevor: Früh morgens mit dem Flugzeug von Manado nach Jakarta, dann nach einem Pufferaufenthalt weiter nach Singapur und ein paar Stunden später nochmal weiter nach Chennai, wo wir im strömenden Regen endlich im Hotel ankamen… Hello und Namaste Indien!

Wir beschlossen dennoch am nächstenTag schon weiter zu ziehen, da uns der Sinn nicht so sehr nach einer Großstadt stand. Unser Grobplan war zunächst relativ zügig an der Ostküste gen Süden zu reisen und dann quer durch Tamil Nadu und das Hochland rüber zur Westküste zu fahren, um dort längere Zeit zu verbringen. Gesagt, getan.

Mamallapuram

Nach nur wenigen Stunden in Chennai saßen wir also schon wieder im Bus nach Mamallapuram, einem süßen entspannten Backpacker-Städtchen an der Küste etwas südlich von Chennai. Und was gibts da zu tun? Nun, es gibt allerlei Hippishops, leckeres Essen und eine Reihe von Tempeln, die zum Weltkulturerbe gehören.

Nachdem alles sehr klein und übersichtlich ist, verbrachten wir den Rest des Tages damit, trotz einer Affenhitze die Sehenswürdigkeiten von Mamallapuram mit dem Fahrrad zu erkunden. Dazu gehörten die fünf Rathas, kleine Tempel, die alle aus nur einem riesigen Fels gehauen sind – inklusive lebensgroßem Steinelefant. Sie wurden vor ca. 200 Jahren von den Briten ausgegraben. Außerdem schauten wir uns den sogenannten Shore Temple an der Küste an und ein gigantisches Steinrelief, das Szenen aus dem Alltag und Hindumythen darstellt.
image
image
image
image
image
image
image

Wir ließen uns sonst noch das indische Essen schmecken, das schon jetzt ein Highlight unserer Reise war – besonders nach der monatelangen Entbehrung durch die unspektakuläre zentralasiatische Küche und den 5 Standardgerichten Indonesiens, die uns schon zu den Ohren rauskamen.

Pondicherry

Weiter gings dann am nächsten Vormittag mit dem heißen lokalen Bus bis Pondicherry, auch liebevoll Pondi genannt. Die Stadt ist quasi zweigeteilt: eine Hälfte französisches Kolonialstädtchen, mit ruhigen schattigen Pflasterstraßen und senfgelben Stadthäusern. Die andere Hälfte, eine laute, chaotische und typische südindische Stadt.

Wir haben uns beides einen Tag lang angeschaut und uns einen Crêpe im Gartencafé gegönnt und auch das indische Teehaus bzw. die lokale Eatery ausprobiert. Wir sind die Uferpromenade entlang geschlendert, haben uns die Kathedrale angeschaut und dem Tempelelefanten dabei zu gesehen, wie er den Leuten mit seinem Rüssel auf den Kopf tippt – natürlich gegen Geld und für good luck ;-). Ein entspannter Tag und noch immer keine Spur vom oft beschworenen indischen Wahnsinn.
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image

Nach diesen zwei lohnenswerten ersten Stationen an der Küste, saßen wir am Abend dann im Nachtbus gen Madurai – der nächste Tempel im Landesinneren von Tamil Nadu wartete auf uns.

Schreibe einen Kommentar