Zu Gast in usbekischen Bergdörfern

24.-27. Juli 2015: Wir hatten gelesen, dass es auch in Usbekistan mit den Nuratau-Mountains eine schöne Gebirgsregion geben soll. Ein Ausflug dorthin erschien uns als angenehme Pause vom typischen Kulturprogramm Usbekistans, gespickt mit reichlich Mausoleen, Medressen und Moscheen. Weil wir die Tage davor kaum Internetzugriff hatten, fiel die Vorab-Recherche eher rudimentär aus, aber wir hofften es am nächsten Tag von Samarkand bis nach Asraf (so hieß das kleine Örtchen in den Bergen) zu schaffen. Die ersten Stationen entlang der größeren Städte erwiesen sich noch als recht einfach. Lediglich der Transport von Nurata nach Asraf wurde leider etwas teurer als erwartet… liegt aber auch wirklich am ADW und die Verhandlungsbasis dort ist bekanntlich meist eher schwach. Nachdem unser Fahrer selbst mehrfach nach dem Weg fragen musste, kamen wir am Nachmittag in unserem kleinen idyllischen Guesthouse an.

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Im Tal gelegen ist Asraf die Heimat von 20 tadschikisch-stämmigen Familien, die unter schattenspendenden Bäumen Zuflucht vor der extremen Hitze finden. Die Familie kümmerte sich auch super um uns und so gab es nach der Ankunft gleich mal leckere Wassermelone, frisch gekühlt aus dem Bach. Den restlichen Tag drehten wir noch eine kleine Runde durch das Dorf und konnten noch einige Fotos von Theresas Lieblingsmotiv “Mann mit Esel” schießen.

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Um die Nachmittagshitze möglichst zu vermeiden, brachen wir am nächsten Tag bereits früh zu unserer Wanderung in die umliegenden Berge auf. Auch ohne Guide fanden wir den Hinweg zu einem kleinen Gipfel recht problemlos. Das Gelände erschien uns recht übersichtlich und so entschieden wir uns für den Rückweg einen anderen Weg zu suchen. Der Plan war einen Pass zu einer Schlucht  zu finden, die augenscheinlich zurück zu unserem Dorf führen musste. In die Schlucht schafften wir es dann auch, aber der anfängliche Pfad verlor sich in dichtem Gestrüpp und Felsen. Als es kein Durchkommen mehr gab und wir gerade in Begriff waren umzukehren, kamen auch schon die örtlichen Ranger. Sichtbar amüsiert über unser Vorhaben und unsere Lage, teilten sie uns mit, dass die Schlucht “CLOSED” sei. Sie ließen es sich dann nicht nehmen uns auf den richtigen Weg zu geleiten und boten uns sogar an auf ihren Pferden zu reiten. Ich glaube wir sahen schon ziemlich erschöpft aus 🙂

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Am Ende war es mit 10 Std. Gehzeit und mehr als 1300 Höhenmeter in der Hitze dann doch eine ziemliche Schinderei. Trotzdem hat es uns landschaftlich sehr gut gefallen, gerade weil es ein starker Kontrast zu den Bergen in Kirgistan war. Auch das seltene Mountain-Sheep und 2 beeindruckende Steinadler bekamen wir zu Gesicht.

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Am nächsten Tag stand dann erneut Relaxen und Beine hochlegen auf dem Plan. Vormittag noch in Asraf, verbrachten wir den Nachmittag und auf die Nacht in Sentob einem weiteren Dorf, ca. 35km entfernt. Dort waren die Berge sogar noch etwas zerklüfteter und beeindruckender, aber nach Wandern war uns nicht mehr zu Mute.

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