Samarkand – Auf den Spuren der Seidenstraße

We travel not for trafficking alone.

By hotter winds our fiery hearts are fanned.

For lust of knowing what should not be known.

We take the Golden Road to Samarkand.

22.-24. Juli 2015: Diese letzten Zeilen von James Elroys Flecker’s Gedicht von 1913 zeigen die romantische Idee der alten Seidenstraßen-Städte und insbesondere die Mystik um das einst glorreiche Samarkand, die Hauptstadt Timurs des Großen (ab 1370) – der hier in Usbekistan ähnlich wie Chinggis Khan in der Mongolei als großer Herrscher und  Volksheld gefeiert wird.

Damit tauchten auch wir nach unseren Wanderabenteuern in den “kulturellen” Teil Zentralasiens ein, denn der nächster Stopp auf unserer Route durch Usbekistan war Samarkand. Von Taschkent aus nahmen wir den Sharq-Zug, der uns in knapp 3 1/2 Std., durchaus bequem, an unser Ziel brachte. War auch mal schön nicht mit den diversen Bus- und Taxi-Fahrern über den Preis diskutieren zu müssen, sondern einfach am Bahnhofschalter ein Ticket zu kaufen.

Samarkand selbst ist eine ziemlich wilde Mischung aus alt und neu. Eigentlich eine relativ moderne Stadt, findet man verstreut die diversen historischen Sehenswürdigkeiten. So besichtigten wir Sha-i-Zinda, die “Straße der Mausoleen”, das Timur-Mausoleum und die Hauptsehenswürdigkeit, den Registan, sogar mehrfach. Mehrfach deshalb, weil dieser zunächst wegen Proben für ein bevorstehendes Musik-Festival oft geschlossen hatte. Aber auch wegen unserem Plan bei Sonnenaufgang das zugehörige Minarett zu besteigen. Beim ersten Versuch scheiterten wir bereits in unserem Hostel, weil die Eingangstür nachts verschlossen wurde und wir um 5 Uhr morgens nicht das ganze Haus wecken wollten. Am 2. Tag schafften wir es zumindest bis zum Registan und auch den Wächter hätten wir noch erfolgreich bestochen. Leider fand dieser jedoch nicht den richtigen Schlüssel um uns Zugang zum Minarett zu verschaffen und so wurde es wieder nichts mit der Aussicht. Sollte wohl einfach nicht sein…
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Die Moscheen und Medressen sind vor allem in ihrer Größe extrem beeindruckend und die Mosaike sind farbenfroh und wunderschön. Sie gehören damit auch mit zu den feinsten und hochwertgsten der muslimischen Welt. Die Mausoleen von Timur und seiner Familie beispielsweise haben sogar die letzten 700 Jahre zum Teil ohne grössere Renovierungsarbeiten überstanden. WOW!
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Um einen kleinen Überblick zu gewinnen waren die 2 Tage in Samarkand jedoch ausreichend. Die Sehenswürdigkeiten gehören sicherlich zu den Must-Sees in Usbekistan, aber wirkten in ihrer Aufmachung doch auch etwas steril und touristisch. Abgeschottet von der restlichen Altstadt (die Bewohner müssen sogar durch versteckte Türen gehen, damit die Touris auch wirklich draußen bleiben und sich auf die schön angelegten Wege konzentrieren) fehlt es dem Ganzen dann doch etwas an Flair. Nun sind wir gespannt auf die beiden anderen berühmten Städte der Seidenstraße: Bukhara und Khiva.

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