Lençois Maranhenses – Wasser in der Wüste geht nicht? Geht doch!

26.-31. Mai 2016: Um zum Lençois Maranhenses Nationalpark zu gelangen, fuhren wir zunächst mit dem Bus von São Luis nach Westen bis Barreirinhas. Hier war dann auch Schluss mit den geteerten Straßen, d.h. weiter ging es nur mit Allrad durch den Sand oder mit dem Boot. Wir entschieden uns für die etwas längere, aber dafür sehr schöne Bootsfahrt an die Küste in das kleine Örtchen Atins (hier auf Portugiesisch übrigens “Atschins” gesprochen).

Atins, das erst seit knapp 1 Jahr Strom hat, fühlte sich dann wirklich wieder wie das Ende der Welt an. Nachdem es keine Straßen gibt, wurden wir mit dem Quad vom Strand abgeholt und zu unserer Unterkunft gebracht.
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Am nächsten Morgen brachen wir zu unserem geplanten 4-tägigen Kreuzzug einmal quer durch den Nationalpark auf, während wir darauf vertrauen mussten, dass unser Gepäck erfolgreich zurück nach Barreirinhas transportiert wurde (gar nicht so einfach ohne Portugiesisch). Dieser Nationalpark gehört für uns zu den skurrilsten und gleichzeitig schönsten Fleckchen Erde unserer gesamten Reise: Eine Wüstenlandschaft mit Sanddünen so weit das Auge reicht, die von tausenden kleineren und größeren Süßwasserlagunen in verschiedenen Farben durchzogen war. Gerade in den Monaten April, Mai, Juni fällt genug Regen, um diese kleinen Naturwunder entstehen zu lassen. Die größeren und damit auch kühleren Lagunen luden immer wieder zum Verweilen und Baden ein. Wir konnten uns an der Landschaft kaum satt sehen. Meist starteten wir aufgrund der heftigen Mittagshitze bereits mitten in der Nacht und konnten diese unglaubliche Landschaft so bei allen Lichtstimmungen bewundern.
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Geschlafen wurde jeweils in kleinen Oasen in Hängematten und zum Essen gab es landestypische “Hau-drauf-Küche” (im wahrsten Sinne des Wortes, denn Hühnchen, Lamm, etc. wurd alles kleingehackt inkl. Knochen. Dazu gabs den obligatorischen Reis und Bohnen.). Ausnahme war die erste Unterkunft, die zu einem Lokal gehört, das in Brasilien berühmt für seine gegrillten Shrimps ist. Die waren dann auch echt super und trösteten über die kulinarischen Entbehrungen der folgenden Tage hinweg.
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In den 4 Tagen legten wir teils barfuß teils mit Flipflops knapp 60km Strecke zurück, erkletterten dabei Düne um Düne und wateten durch viele der seichten Lagunen. Eine wahrhaft einzigartige Tour, die wir jedem Brasilienreisenden als absolutes MUSS wärmstens ans Herz legen möchten.

Von unserem Endpunkt in Santa Amaro ging es per Jeep zurück nach Barreirinhas, wo unser Gepäck glücklicherweise bereits auf uns wartete, denn am nächsten Morgen fuhren wir auch schon direkt weiter in Richtung Jeri!

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