Express-Ersatzplan für Kolumbien – Lago Tota

8.-10. April 2016: Kolumbien! Nach knapp 4 Jahren waren wir zurück in dem Land, das uns schon damals so gut gefallen hat. Beim letzten Mal verbrachten wir etwas mehr als 3 Wochen in diesem wunderschönen Land und bei diesem überaus freundlichen Völkchen.

Diesmal hatten wir nur einen kurzen Aufenthalt von etwas mehr als 10 Tagen eingeplant, um die Stadt Medellin und den Cocuy-Nationalpark zu besuchen. In letzterem wollten wir erneut unsere Wanderstiefel schnüren und diese (angeblich) spektakuläre Landschaft erkunden.

Bevor wir uns die 11-stündige Busfahrt dorthin aufbürdeten, riefen wir zum Glück eine der lokalen Unterkünfte an, um dort zu reservieren, und erfuhren bei dieser Gelegenheit beiläufig, dass der Nationalpark aktuell komplett geschlossen war. Es gab wohl Ärger mit der indigenen Bevölkerung. FUCK!

Nachdem der erste Schock verdaut war, wälzten wir kurzerhand den Reiseführer auf der Suche nach adäquatem Ersatz. Die Entscheidung fiel am Ende auf die Region um den Lago Tota, die wir ebenfalls noch nicht kannten. Nach knapp 5 Stunden kamen wir schließlich in unserer superschönen Finca an, die uns als Ausgangsbasis für diverse Tagesausflüge in den folgenden Tagen dienen sollte. Die über 100 Jahre alte Finca war der perfekte Wohlfühlort mit schönem Garten, vielen Tieren, leckerem Frühstück, netter Gesellschaft und entsprechend gemütlichen Abenden im Gemeinschaftsraum.
image
image
image
image
image
image

Lago Tota
Der erste Ausflug führte uns zum Lago Tota selbst, den wir teils mit dem Bus und teils zu Fuß umrundeten. Wir stoppten am Playa Blanca und ließen uns dort zwei gut genährte Forellen schmecken. Sowohl davor und danach schlugen wir uns den Bauch mit lokalen süßen Köstlichkeiten (z.B. eine süße Versuchung aus Merengue mit Sahne und frischen Früchten) in den umliegenden Dörfern voll. Ein Tag im Zeichen des Schlemmens!
image
image
image
image
image
image

image
Verkehrte Welt... normal wärmt doch der Schnapps!

image
image
image
image
image
image
image
image

Paramo de Ocetá
Die überschüssige Energie der Süßigkeiten konnten wir am nächsten Tag gut gebrauchen, denn wir machten eine geführte Wanderung auf den Paramo Ocetá. Paramo nennt man übrigens das einzigartige Ökosystem, das von Gletschern geformt auf über 3000m in der Nähe des Äquators zu finden ist. Unser lokaler Guide Maria führte uns dabei in die faszinierenden Traditionen der Muisca (die Ureinwohner Kolumbiens) ein und erklärte uns viel über die einheimischen Pflanzen und deren Gebrauch im täglichen Leben und der Medizin. So ganz nebenbei legten wir auch noch knapp 1.000 Höhenmeter zurück. Das Wetter war leider nicht ganz optimal, aber den ein oder anderen Blick ins Tal konnten wir schon ergattern.
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image

image
Theresa bekam ein Tattoo verpasst

image
Die Muisca-Frauen benutzten dafür allerdings Goldstaub und keine Erde 😉

image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
Diese Pflanzen wachsen ca. 1cm pro Jahr

image
image
Kurzfristig ging's auch durch 3 Canyons

image
image
image
image
Cara de Burro - Eselsgesicht

image
Das Wetter wurde leider nicht besser...

image
image
image
image
image
image

Wasserfälle Cascadas de Candela
Unser letzter Ausflug ging zu den Cascadas de Candela. Ein recht langer Tagesausflug, denn hin und zurück mussten wir jeweils 2 Stunden Busfahrt in Kauf nehmen. Der Fußweg zu den Wasserfällen war dann relativ kurz, aber aufgrund des schlechten Wetters durchaus abenteuerlich. So mussten wir z.B. einen Fluß über eine Brücke aus einigen rutschigen Baumstämmen ohne Geländer überqueren. Auch der Wasserfall führte extrem viel Wasser und so wurde man am Aussichtspunkt regelrecht geduscht. Angesichts dieser Naturgewalten fühlte man sich mal wieder ganz klein und unbedeutend.
image
image
image
image
image
image
image
image
image

image
Ordentlich Wasser...

image
Auch hier oben durch die Gischt ziemlich "feucht"

image
image
image

Damit war es aber auch Zeit wieder aufzubrechen und dem guten alten Pablo Escobar bzw. seiner Heimatstadt einen Besuch abzustatten. Medellin, wir kommen!

Schreibe einen Kommentar