Tongariro NP – Trekking in den 4 Jahreszeiten

31. Dezember 2015 – 1. Januar 2016: Der Tongariro Nationalpark liegt im Herzen der Nordinsel und bietet tolle Möglichkeiten zum Vulkantrekking. Eingebettet in relativ flache Ebenen ragen die Gipfel des Tongariro, Ruapehu und Ngauruhoe beeindruckend in den Himmel. Letzteren kennen die meisten wohl eher unter seinem Namen aus Herr der Ringe: Mount Doom bzw. Schicksalsberg.

Das Tongariro Crossing gilt dabei als eine der schönsten Tageswanderungen weltweit. Und genau diese hatten wir uns für den ersten Tag vorgenommen. Der Wetterbericht für die nächsten Tage versprach leider erst mal nicht so Gutes und so wollten wir lieber mit dem Highlight des Parks starten, um nicht zu riskieren, die Route am Ende gar nicht wandern zu können.
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Und es wurde uns nicht zu viel versprochen, der Trek war wirklich wunderschön! Sehr abwechslungsreich, mit tollen Panoramen und beeindruckenden Vulkanfeatures. Man überquert unter anderem eine Ebene eingerahmt von Vulkangipfeln, kommt an einem feuerroten Krater vorbei, erreicht danach drei magisch-grüne Seen (die Emerald Lakes) und einen weiteren tiefblauen See kurz darauf.

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Flo in Mordor!

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Aussicht auf die gut 2km Pfad auf der Hochebene

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Wir wanderten zudem noch zum Gipfel des Tongariros als lohnenswerten Seitentrek, wo wir mit einer tollen Aussicht belohnt wurden. Mit dem Wetter hatten wir auch Glück und der anfängliche Nebel-Wolkenmix klarte immer mehr auf. Nachdem wir den Weg nicht wie die meisten nur in eine Richtung wanderten, sondern nach den “Sehenswürdigkeiten” umdrehten, um zum Parkplatz zurückzulaufen, hatten wir so auf dem Rückweg auch noch sonnige und wolkenlose Sicht auf alle Gipfel. Für uns in der Tat die schönste Tageswanderung, die wir je gemacht haben.
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Nach ca. 23 km und einigen Höhenmetern reichte es für den Tag dann aber auch und wir freuten uns auf einen gemütlichen Abend auf dem Campingplatz – diesmal gabs dort sogar die wohlverdiente heiße Dusche.
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Am folgenden Tag starteten wir trotz schlechter Wettervorhersage und bei bewölktem Himmel zu einem weiteren Trek im Park: der Aufstieg zum Gletschersee des Ruapehu, des höchsten Berges der Nordinsel (2.797m). Mit rund 1.200 Höhenmetern und einem recht steilen Aufstieg über vier Stunden ohne wirklich ausgezeichneten Pfad gehörte der Trek dann auch zu den anspruchsvolleren der Reise. Dass wir schon nach ca. einer Stunde durch den Schnee stapfen mussten, machte das Ganze nicht unbedingt einfacher. Im Vergleich zum Vortag wähnten wir uns in einer anderen Welt; ein richtigesWinter Wonderland.
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Der Mount Doom vom Vortag

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Die Aussicht auf die Ebene und die anderen Vulkane war dann schon nach kurzer Zeit atemberaubend, so dass sich der schweißtreibende Aufstieg schnell lohnte. Und auch der Gletschersee bot ein wirklich schönes Panorama. Der Rückweg war dann ohnehin deutlich einfacher: größtenteils konnten wir im Schnee runterschlittern und einen steilen Teil sogar einfach auf dem Hosenboden runterutschen – wie Schlittenfahren :-).
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Unsere Rutschbahn von unten

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Wir mussten uns auch etwas sputen, denn die Schlechtwetterfront war eigentlich schon für den frühen Nachmittag gemeldet. Am Ende kam sie dann glücklicherweise erst abends…. Zeit für uns gen Süden weiter zu ziehen. Unser nächstes Ziel war Wellington.

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Achtung Kiwis!!

Die Maori Geschichte der Heiligen Berge

Am Anfang wurden wir am Ruapehu von einem Maori begleitet, der uns die Geschichte der Heiligen Berge erzählte, denn die Vulkane haben für die Maori eine wichtige Bedeutung und gelten als heilig:

Der Mythologie nach lebten alle fünf Vulkane (Taranaki, Tauhara, Tongariro, Ruapehu und Ngauruhoe) im Inneren der Nordinsel zusammen. Allerdings brach ein Streit um den schönen Berg Pihanga aus, den alle fünf begehrten. Und so begannen die fünf um Pihanga zu kämpfen. Tongariro ging als Sieger hervor und nahm Pihanga zur Frau.

Da er jedoch nicht wollte, dass die anderen in ihrer Nähe blieben, verbannte er zunächst Taranaki an die Westküste, wo dieser aus Gram und Sehnsucht mit seinen Tränen den Fluss Whanganui formte. Tauhara floh in den Norden und steht heute am Ufer des Tauposees, wo er seine Geliebte aus der Ferne sieht. Ruapehu und Ngauruhoe baten Tongariro an ihrem angestammten Ort bleiben zu dürfen und versprachen ihm, Pihanga nie wieder anzusehen. Worauf ihnen Tongariro diesen Wunsch gewährte. Und so kehren sie ihm noch heute den Rücken zu.

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