Im Sandfly-Mobil die Westküste entlang

6. – 8. Januar 2016: Speziell auf diesem Streckenabschnitt hatten wir eine ganze Reihe illegaler Mitreisender bei uns im Camper zu verbuchen, denn die Westküste Neuseelands hat leider neben toller Landschaft auch reichlich Sandfliegen zu bieten. Diese stechenden bzw. beißenden kleinen Biester kamen bei jedem Öffnen der Türen gleich in Scharen hereingeströmt. So tauften wir unseren Camper kurzerhand das “Sandfly-Mobil”. Das Gute war, dass sie sich abends allesamt zu einer Party um die Lampe versammelten und so vor dem Schlafengehen recht einfach zu erledigen waren. Während andere Reisende, Erzählungen zufolge, wohl sogar den ganzen Urlaub deswegen abbrachen, hielt es uns nicht davon ab unseren Roadtrip entlang der Westküste zu starten…
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Unseren ersten netten kleinen Stopp auf dem Weg gen Süden legten wir bei den “Pancake-Rocks” ein. Diese verdanken ihren Namen ihrer ungewöhnlichen Form, die an übereinander gestapelte Pfannenkuchen erinnert.
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Im Laufe des Tages hielten wir auch noch im kleinen Örtchen Hokitika, das unter anderem für sein Glas- und Jadehandwerk bekannt ist. Dort stellten wir auch das erste mal fest das neuseeländische Städte auf uns immer irgendwie wie Spielzeug wirkten. Eine Mischung aus Filmkulisse und kleinem Skiort aber irgendwie unecht und sonderbar.
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Unser Lager für die Nacht schlugen wir dann an der malerischen Okarito-Lagune auf, wo wir nach einem ausgedehnten Strandspaziergang noch einen schönen Sonnenuntergang erlebten.
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Am nächsten Morgen ging es nach einem typischen Frühstück mit Müsli, Früchten und Tee weiter an der Westküste entlang in Richtung Gletscher. Von Norden kommend erreichten wir zunächst den Franz Josef Gletscher. Wir entschieden uns schlussendlich gegen eine geführte Gletschertour, weil diese wegen des starken Rückgangs des Gletschers nur noch per Heli durchgeführt werden kann (zu einem entsprechenden Preis, versteht sich). Trotzdem kann man von einem Parkplatz in ca. 1 Stunde zu einem Aussichtspunkt laufen, von dem man eine gute Sicht auf den Gletscher hat. Hinweisschilder verdeutlichten das Thema Klimawandel sehr eindrucksvoll und zeigten Bilder des Gletschers von 2009, auf denen die Gletscherzunge noch mehrere hundert Meter weiter ins Tal reichte. Ein merkwürdiges Gefühl auf einem Pfad zu laufen, der nur wenige Jahre zuvor noch von zig Meter dickem Eis bedeckt war.
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Im Anschluss ließen wir uns dann einen verdienten Kuchen am Lake Matheson schmecken, mit wunderschönem Blick auf die Berge und den Mount Cook. Dieser ist mit knapp über 3.700m übrigens der höchste Berg Neuseelands. Hört sich gar nicht so hoch an, allerdings ist die Baumgrenze in Neuseeland aufgrund der südlichen Lage auch bereits bei ca. 1.000m erreicht.
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Nur wenige Kilometer weiter schauten wir uns, erneut mit einer kleinen Wanderung verbunden, den Fox Gletscher an. Das Wetter war zwar nicht optimal, aber trocken und die dunklen Wolken ließen die Naturgewalten eigentlich noch beeindruckender erscheinen.
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Den Rest des Tages hatten wir zum Glück noch eine recht lange Fahrt vor uns, denn es regnete in Strömen. Wir stoppten nur noch an kleinen Verkaufsständen der Bauern und einer Lachsfarm, um unsere Sterneküche mit leckeren Zutaten zu erweitern, bevor wir es uns am Boundary-Creek Campingplatz am Wanaka-See gemütlich machten. Wir hatten genug Strecke gemacht, um am Folgetag nach Queenstown aufzubrechen…
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