23.-25. Januar 2016: Wir erreichten San Ignacio am Nachmittag und hatten so noch etwas Zeit das nette kleine Städtchen in der Nähe der Grenze zu erkunden. Viel gabs nicht zu tun, aber wir waren ja auch nicht wegen des Ortes hier. Vielmehr wollten wir am nächsten Tag eine Tour zur berühmten ATM Höhle (Actun Tunichil Muknal) machen. Und das hat sich richtig gelohnt! Fotografieren war leider verboten, allerdings haben die Veranstalter ein paar zur Verfügung gestellt.

Wir verbrachten etwa fünf Stunden in dieser außergewöhnlichen Höhle – schwimmend, kletternd und sich durch enge Durchgänge quetschend. Neben diesen sportlichen Aspekten ist die Höhle selbst auch wirklich sehenswert, denn man folgt einem Flusslauf und immer wieder tun sich riesige Kammern auf. Man sieht wunderschöne Tropfsteinformationen und Säulen, die bis zu 10m von der Decke bis zum Boden gewachsen sind.





Aber das war nur ein Teil des Höhlenabenteuers. Die Höhle ist nämlich auch von historischer Bedeutung, da die Mayas sie wohl vor tausend Jahren dazu benutzten, um dort den Regengott Chaac um Regen zu bitten. Erst 1986 entdeckt ist die Höhle immer noch nicht komplett erforscht und es wurde seither kaum etwas verändert. Entsprechend kann man dort viele Relikte dieser Rituale immer noch in der ursprünglichen Position sehen. Dazu gehören auch gut erhaltene Skelette von Menschenopfern. Sehr eindrucksvoll!


Im Umkreis von San Ignacio gibt es auch einige alte Mayastädte zu entdecken und so stoppten wir am nächsten Tag auf dem Weg zur Grenze noch bei den Ruinen von Xunantunich, einer gut restaurierten Stätte mit schönen Reliefs und einer 40m hohen Pyramide, von der aus man einen schönen Blick auf die umliegende Landschaft hatte.




Damit waren wir auch schon durch mit unserem Kurzaufenthalt in Belize und so gings nach einem unproblematischen Grenzübergang (kein Vergleich mit dem stundenlangen Prozedere in Zentralasien) direkt bis Flores, unserem ersten Stopp in Guatemala.