18. – 26. Dezember 2015: “Malo e leilei” (Willkommen) im Königreich Tonga! “Das ist ein Land?! Wo liegt das denn!?” wird es einigen jetzt vielleicht durch den Kopf schießen…. also ja :-), es ist ein Inselstaat und der liegt in der Südsee, in etwa zwischen Fiji und Neuseeland. Viele fahren vor allem wegen der Buckelwale dorthin, mit denen man dort zwischen Juli und September schnorcheln kann oder stoppen mit ihren Yachten auf dem Weg durch die Südsee.
Im Dezember waren wir damit also außerhalb der Saison und tatsächlich haben wir so gut wie keine anderen Touristen getroffen. Im Gegenteil, um die Weihnachtszeit macht in diesem streng christlichen Land fast alles zu und die Leute fahren nach Hause zu ihren Familien. Wir hatten die Inseln also quasi für uns allein…. schön für ein paar entspannte Tage, allerdings auch etwas schwierig, um irgendwelche Aktivitäten zu organisieren.
Das grüne Tongaarchipel besteht primär aus drei größeren Inselgruppen, von denen wir uns Vava’u aussuchten, das recht weit im Norden liegt. Bestehend aus einer größeren Insel und vielen teilweise unberührten Miniinselchen fanden wir dort ein wildes Paradies, mit türkisem Meer, Steilklippen, rauem Fels und einsamen Buchten mit weißen Stränden. In Vava’u verbrachten wir eine Woche. Zusammen mit einer Übernachtung auf Tongatapu (der Hauptinsel Tongas und Sitz des Königs) am Anfang und zwei Tagen am Ende unseres Aufenthalts machte das dann insgesamt 10 Tage in Tonga.
Wir hatten uns dort bei Kurt und Lynn im Lucky’s Guesthouse eingemietet – drei kleinen Häuschen am äußersten Zipfel der größten Insel. Davon hatten wir die Fale gewählt, ein rustikales Strohhüttchen im traditionellen Tonga-Stil gebaut mit einer offenen Küche, Gemeinschaftsbereich und Grill im Garten.









Kayaks waren inklusive und so wurden diese unser Haupttransportmittel für die nächsten Tage, um die umliegenden Inseln zu erkunden. Wir machten damit Schnorchelausflüge, fuhren zu Traumstränden und zur berühmten “Swallows Cave”, einer recht großen Kalksteinhöhle, die nur vom Wasser aus zu erreichen ist. Gegenwind und Wellengang machten das aber schon zu recht sportlichen Ausflügen. So auch unser Tonga-Triathlon: 1) Kayaken zur Nachbarinsel 2) eine Stunde Wanderung über die Insel 3) Schwimmen zur nächsten Insel wegen des traumhaften Strandes und das Ganze zurück mit einem kleinen Stopp bei den deutsch/schweizerischen Nachbarn.






Und natürlich mussten wir auch wieder die Unterwasserwelt erkunden.Tonga ist dabei nicht unbedingt bekannt für schöne Korallen, aber für seine tollen Sichtweiten und seine besondere Unterwassertopographie mit Höhlen und Canyons, was uns sehr viel Spaß gemacht hat. Auch ein 30m langes Wrack war dabei, das wir im Hafenbecken erkundeten. Prädikat: sehenswert.












Daneben verbrachten wir unsere Zeit mit Relaxen, kleinen Shopping-Ausflügen zum Markt in der “Stadt” Neiafu und endlich mal wieder selbst Kochen! Solche Alltäglichkeiten beginnt man dann doch zu vermissen. Wir genossen es daher mit frischem Marktgemüse und Südseefisch unseren Speiseplan zu gestalten. Unser Hausherr war noch dazu begeisterter Hochseefischer und so bekamen wir leckeres Mahi Mahi- und Wahu-Filet grillfertig für wenig Geld. Einen Auszug unserer Kreationen gibts unten – für die, die Angst haben, dass Flo noch vom Fleisch fällt 😉





Bleibt noch die Frage: wie verbringt man Weihnachten in Tonga? Wir ließen es uns bei einem Dinnerbüffet gut gehen… mit anschließendem Kirchgang. Ja, auch dafür ist Tonga bekannt! Wie schon erwähnt ist das Land streng christlich (die Missionare haben hier ganze Arbeit geleistet ;-)) und am Sonntag und Feiertagen gehen alle fein herausgeputzt in ihrer Tracht zur Messe. Heiligabend war so auch für uns ein perfekter Anlass, um dieses kulturelle Highlight zu erleben. Die inbrünstigen Gesänge waren wirklich eindrucksvoll!


Speiseplan 🙂
***Der Südsee-Genuss***: Frischer Mahi Mahi vom Grill mit feiner Maracuja-Kokosmilch-Soße auf Reis und frischem Kürbisgemüse mit Rosmarin/Kokosnote 》das haben wir gleich drei Mal gekocht, weils so lecker war 🙂

***Das Tonga-Special***: Mahi Mahi vom Grill mit einheimischem Kumalabrei (ähnlich einer Süßkartoffel). Dazu Tomaten-Gurken-Salat und Grillbrot.

***Der Inselmexikaner***: Wraps gefüllt mit Süßkartoffel, Karotte, Paprika und Bohnenmix, (geheime Zutat: Masalacurry vom Markt aus Indien) und Käse (Achtung Luxusgut in der Region) serviert mit Tomatensoße und Süßkartoffel-Gurkensalat.

***Der Klassiker***: Nudeln mit Tomatensoße verfeinert mit frischem Marktgemüse mit Grillbrot und Gartensalat 》schmeckt wie daheim ♡






















