5.-7. Mai 2016: Galapagos, ein Traum wird wahr! Dieses sagenumwobene Inselarchipel weit draußen im Pazifik ist nur mit einem Zwei-Stunden-Flug vom Festland aus zu erreichen und viele Inseln sind auch heute noch nur bedingt zugänglich (und dann auch nur mit Guide)…. Dank einem last minute Angebot in Quito gehörten wir nun auch zu den Glücklichen, die diesen Schatz der Natur besuchen durften. Wir hatten zehn Tage eingeplant: eine Woche für eine Katamaran-Cruise und drei Tage davor auf eigene Faust auf der Hauptinsel Santa Cruz, wo es die meiste Infrastruktur gibt.
Erst 1535 überhaupt entdeckt, blieben die Inseln zunächst weiterhin isoliert und wurden über lange Zeit nur von einigen Piraten oder Walfängern als Basis benutzt. Durch ihre abgeschottete Lage sind viele der dort heimischen Tierarten endemisch, also weltweit allein auf den Galapagosinseln zu finden, und erinnern zum Teil auch an urzeitliche Viecher ;-). Aufgrund der extremen Bedigungen auf diesen vulkanischen Inseln mussten die Lebewesen dort zudem immer wieder neue Fähigkeiten entwickeln, um ihr Überleben zu sichern, was die Vielfalt weiter unterstützte. So haben sie ihre Berühmtheit am Ende nicht allein diesen Umständen zu verdanken, sondern vor allem Charles Darwin, der seine Evolutionstheorie unter anderem auf seinen Erfahrungen dort basierte.
Auch heute noch ist der menschliche Einfluss auf dieses einzigartige Ökosystem auf ein (relatives) Minimum reduziert. Allerdings besuchen inzwischen jährlich etwa 200 000 Touristen die Inseln und Santa Cruz ist eine kleine Stadt mit allem, was dazu gehört. Allerdings macht sich die Nähe zur Natur dort durchaus bemerkbar, denn überall trifft man auf die Tiere, die auf den Inseln generell kaum Scheu vor dem Menschen zeigen. So liegt schon mal ein Seelöwe auf der Parkbank oder annektiert ein Boot für sein Mittagsschläfchen. Iguanas liegen auf dem Gehweg in der Sonne und Pelikane genießen die Aussicht von Straßenlaternen.


Wir trafen schon auf dem Weg ins Hostel auf die ersten tierischen Zeitgenossen und der kleine Fischmarkt wurde schnell zu einem unserer Lieblingsplätze. Da war immer was los: Pelikane, die ganze Fische klauten oder brav in einer Reihe auf die Fischabfälle warteten. Dabei stolperten die Fischer immer wieder über herumliegende Seelöwen, die ihre Schnauze über den Verkaufstisch reckten oder mussten Angriffen von oben durch die riesigen Fregattenvögel ausweichen. Wirklich wie Kino!





Auch abends am Pier konnte man stundenlang stehen, um die vom Licht angelockten Wassertiere zu beobachten: Kreise ziehende Babyhaie, spielende Seelöwen und dazu hin und wieder ein majestätischer Adlerrochen oder eine Gruppe von Goldrochen.

Die Unterwasserwelt wollten wir aber natürlich auch hautnah erleben und hatten zwei Tauchtage eingeplant. Denn Galapagos gilt dank Strömungen und kühler Wassertemperaturen als eines der top Tauchgebiete weltweit, gerade wenn es um Großfisch geht. Korallen und das bunte Riffleben anderer Orte sucht man hier allerdings vergeblich. Wir hatten leider etwas Pech mit den Sichtweiten, denn vieles konnten wir nur im trüben Wasser erahnen. Trotzdem sahen wir die legendären Hammerhaie, verschiedene andere Hairassen, Schulen von Rochen und den einen oder anderen Seelöwen. Nicht schlecht, aber wir hatten uns insgesamt doch etwas mehr erwartet – bei 5-10m ists halt einfach schwierig.



Ein ganz anderes Highlight bei einem der Tauchausflüge war das Schnorcheln mit einer Gruppe verspielter Seelöwen zwischen zwei Tauchgängen. Die Jungs sind einfach lustig!
Im Umkreis von Santa Cruz wanderten wir noch einen Tag durch eine Kaktuslandschaft zum wunderschönen Strand in der Tortuga Bay, wo wir eine Kolonie von Wasser-Iguanas faul in der Sonne liegend vorfanden und sich auch die erste Riesenschildkröte durchs Dickicht kämpfte.
























Außerdem spazierten wir noch zu Las Grietas, einer mit Wasser gefüllten Schlucht, in der man Baden konnte und von wo aus man einen schönen Blick über die Bay von Santa Cruz hatte.








Abends kochten wir frischen Fisch vom Markt und vielleicht machten wir noch eine Runde entlang der Uferpromenade mit allerlei Souvenirshops… Tja und dann gings auch schon aufs Boot 🙂








