Kleine Diebe und andere tierische Übeltäter im Manuel Antonio NP

13.-14. März 2016: Der nächste Stopp auf unserem Weg entlang der Panamericana gen Süden war der Manuel Antonio Nationalpark. Der kleinste und meistbesuchte Park Costa Ricas bietet wunderschöne Strände und ein kleines Regenwaldgebiet, das vor Tieren nur so wimmelt. Die Kehrseite der Medaille ist jedoch die Auswirkung der Touristenmassen auf das Verhalten der Tiere, die kaum mehr Scheu vor dem Menschen haben. Unberührte Natur findet man dort leider nicht mehr.

Angesichts unserer zeitlichen Limits und der mangelnden Transportverbindungen, die uns ohnehin dort stranden ließen, war es für uns trotz allem ein praktischer Zwischenstopp, der sich in jedem Fall gelohnt hat. Als besonderer Glücksfall kam hinzu, dass der Park früher wohl montags (der Tag unseres Besuchs) geschlossen war, aber in der Hochsaison inzwischen öffnet… Das weiß jedoch kaum einer und selbst das Hostelpersonal war sich diesbezüglich nicht einig. Bis zum Parkeingang blieb es für uns also spannend ;-). Am Ende bedeutete es für uns dann einfach deutlich weniger Touristen.

Auf kleinen Wanderwegen konnten wir den Park auf eigene Faust erkunden und dabei viel entdecken: Faultiere (endlich! ;-)), Kapuzineraffen, Totenkopfäffchen, Rieseniguanas, kleine bunte Frösche, Jesus Christus Iguanas, Waschbären, Nasenbären, Rehe… Irgendwo hat es immer im Wald geraschelt!
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Gute Tarnung!

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Jesus Christus... kann übers Wasser laufen

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Unser Highlight: ein Faultier, das sich tatsächlich bewegt hat! Die Viecher schlafen ja mehr als 20 Stunden am Tag und so konnten wir uns glücklich schätzen, eines zu sehen, das sich minutenlang wild am Bauch gekratzt hat 🙂
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Aber man musste auch wirklich aufpassen, dass man nicht hinterrücks ausgeraubt wurde! Gerade die Affen und Waschbären wussten sehr genau, wo es etwas zu fressen gab und so kam es durchaus zu aggressiven Frontalüberfällen und Blitzübergriffen aus dem Off – ich bin wirklich zu Tode erschrocken, als ich plötzlich die kalten Fingerchen eines Kapuzineraffens an meinem Bein spürte und dieser mir flux eine (leere) Plastiktüte aus der Außentasche meines Rucksacks klaute.

Jeder am Strand liegende Rucksack musste strengstens bewacht werden, denn von allen Ecken schlichen sich die kleinen Tierchen an und ja, mit ihren geschickten Fingerchen wussten sie durchaus auch einen Reißverschluss zu öffnen!

Dabei ließen sich diese Diebe selbst von verschiedensten Verteidigungstechniken nicht einschüchtern, wie z.B. ein Waschbär, der mit einer Sonnencremetube beworfen und auch getroffen wurde (!) und dennoch nicht von der vielversprechenden Tasche ablassen wollte. Da war auf jeden Fall für Entertainment gesorgt!
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Wir hatten einen Riesenspaß bei diesem Tagesausflug, freuten uns aber dann doch auf unser nächstes Ziel: der Corcovado Nationalpark gehört nämlich noch zu den Geheimtipps und weniger besuchten Parks in Costa Rica… und damit auch zu den echten Dschungelabenteuern!

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