Jaisalmer – Goldene Zeiten in der Wüste

17. – 19. November 2015: Mit Jaisalmer erreichten wir nach einer weiteren 15stündigen Nachtbusfahrt die nächste kulturell interessante Stadt in Rajasthan. Schon recht nahe an der Grenze zu Pakistan waren wir hier nun auch endgültig in der Wüste angekommen.

Wir verbrachten hier gut eineinhalb Tage in der steinigen Thar Wüste und noch mal solange in der Altstadt der sogenannten Goldenen Stadt, die ihren Namen von den prachtvollen Bauten aus goldenem Sandstein hat.

So gab es einmal das über die Stadt ragende wunderschöne Fort, das mit seinen engen Gässchen, reich verzierten Häusern, Tempeln und dem prachtvollen Palast quasi eine Stadt in der Stadt darstellte. Ca. 3000 Menschen leben immer noch dort! Es war nicht besonders groß und durchaus touristisch, aber lud mit netten Cafés und Souvenirshops dennoch zum Verweilen ein. Im eleganten siebenstöckigen  Königspalast selbst verbrachten wir mit einem Audioguide ebenfalls eine ganze Weile und genossen sehr schöne Ausblicke über die Stadt.
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Die zweite große Sehenswürdigkeit innerhalb des Forts waren die sieben zum Teil miteinander verbundenen Jain Tempel, die mit ihren sehr feinen Sandsteinarbeiten, Skulpturen und Reliefs wirklich beeindruckend waren. Der Jainismus ist übrigens eine sehr alte in Indien basierte Religion, die als Reaktion auf die Kasten Beschränkungen entstanden ist. Die Lehren des Jainismus drehen sich um umfassendes Wissen über die Natur und über das Universum als Ganzes. Ihr Ziel ist es Reinheit des Geistes zu erlagen, was u.a. durch Askese erreicht werden kann. Jains haben einen starken Glauben an Ahimsa, Gewaltlosigkeit, gegenüber allem Lebendem.
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Außerhalb der Fortmauern befanden sich in der Altstadt noch drei weitere Havelis – besonders reich verzierte Herrschaftshäuser, die hohen Beamten gehörten. Zwei konnten besichtigt werden, wobei uns das etwas heruntergekommene und noch kaum restaurierte Salim Singh Ki Haveli dank einer sehr interessanten und liebevollen Führung durch einen der Besitzer am besten gefallen hat.
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Einen tollen Gesamteindruck von Jaisalmer bekamen wir aber erst von einem Aussichtspunkt gegenüber des Forts – von hier aus zeigte sich erst wie majestätisch dieses über der Stadt und der umliegenden Wüste thront.
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Die andere Hälfte unsere Zeit in Jaisalmer verbrachten wir, wie oben schon erwähnt, in der Wüste mit einer organisierten Kamelsafari. Insgesamt war diese Tour zwar vielleicht nicht das Beste unserer Reise (wie erwartet sehr touristisch und nur mittelmäßig organisiert), aber es war eine ganz nette Abwechslung zu den ganzen “Städtetrips” und wir bekamen zumindest einen kleinen Eindruck von der Nomadenkultur um uns herum. Auch ein paar der kleineren Sehenswürdigkeiten rund um Jaisalmer konnten wir so noch auf dem Weg dorthin besichtigen: Königsgräber, ein verlassenes Dorf und eine kleine Oase.

Zu den Highlights der Tour gehörten das Schlafen unter freiem (Sternen-) Himmel nur auf ein paar Matratzen im Sand und das recht rustikale Abendessen in den Dünen mit einer kleinen Gesangseinlage unseres Guides. Zum Sundowner kam dann auch noch ein geschäftstüchtiger Inder mit eisgekühltem (!) Bier vorbei…. So weit waren wir dann doch nicht von der Zivilisation entfernt ;-).
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Next stop: Jodhpur, die Blaue Stadt Rajasthans

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