29. September – 2. Oktober 2015: Geschafft! Wir waren tatsächlich von Lombok aus, über Flores und durch ganz Sulawesi nur über den See- bzw. Landweg gereist. Manado, die nördlichste Großstadt Sulawesis, hieß die Stadt von der wir unseren Weiterflug nach Indien antreten würden. Davor hatten wir aber zum Glück noch eine knappe Woche Zeit, um den Norden zu erkunden.
Wir übernachteten in Manado und freuten uns über westliche Genüsse wie diverse Fastfoodketten, eine Mega Mall und Magnum-Eis. Sonst hat die Stadt aber außer Stau nicht viel zu bieten. Am nächsten Tag liehen wir dann einen Roller aus, um die nähere Umgebung zu erkunden. Im Verkehr der Großstadt und noch dazu in Kombinaton mit Linksverkehr eigentlich schon ein Abenteuer für sich.
Unser erster Stopp des Tages hieß Tomohon, eine Kleinstadt einige Kilometer südlich, in der wir uns vormittags den für seine makaberen Produkte berühmten Markt anschauten. Hier gab es nicht nur, wie sonst üblich, Schwein oder Rind, sondern auch Delikatessen wie Katze, Hund, Fledermaus oder Ratte zu kaufen (Indonesier essen wohl echt alles, besonders zu Weihnachten). Uns haben vor allem die Hunde wahnsinnig leid getan, die z.T. in einem Zwinger direkt vor ihren toten Artgenossen ausharren mussten. Teilweise werden diese wohl einfach in den Dörfern eingesammelt… und so dachten wir danach bei jedem Hund auf der Straße “schnell, versteck dich, Kleiner!”






Im Anschluss drehten wir noch eine Runde zu 2 kleineren Seen in der Gegend. An einer wunderschönen Uferstraße landeten wir durch Zufall in einem Lokal, in dem es supergeilen Lobster für lau gab. Wir konnten es kaum fassen, dass dieser Berg für weniger als 5€ auf unseren Tellern landete.



Zuletzt ging es dann noch zu einem kleineren Vulkan, bei dem man fast bis zur Spitze mit dem Moped fahren kann. Die letzten 20min bis zum Kraterrand kämpften wir uns noch zu Fuß an den indonesischen Touris vorbei, die alle ein Foto mit uns machen wollten.


Am nächsten Tag fuhren wir mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Tangkoko Nationalpark nach Batuputih. Natürlich mussten wir diverse Male umsteigen und uns jeweils mit den Locals über den Preis streiten. Das letzte Stück fuhren wir sogar auf der Ladefläche eines Pick-ups (wenigstens mit guter Lüftung ;-)).


In Batuputih angekommen entschieden wir uns dafür, bereits am selben Abend eine Tour durch den Nationalpark zu machen. Dieser ist für seine schwarzen Makaken Affen aber vor allem für die kleinen putzigen Tarsiere bekannt. Wir fanden aber auch die Kuskus, die faul hoch oben in den Bäumen saßen und die Schlange bzw. die Taranteln, die wir dann im Dunkeln sahen, sehr sehr cool.
















Am nächsten Morgen spazierten wir noch für ein paar Stündchen zum lokalen Strand, der sich mit seinem schwarzen Sand als echtes Juwel entpuppte. Viel Zeit hatten wir aber nicht mehr, denn bereits am Nachmittag wollten wir auf Tuchfühlung mit den “creepy little Monsters” der Lembeh Strait gehen…




