13.-14. August 2015: Im Anschluss an unsere sehr sehr frühe Ankunft in Shiraz, machten wir uns auf die Suche nach einem traditionellen Guesthouse, welches uns von 2 anderen Reisenden empfohlen wurde. Nach mehrmaligem Klopfen an die verschlossene Eingangstür öffnete uns ein ziemlich verschlafener Angestellter. Es wurden die gröbsten Formalitäten, wie Preis, Pass etc., geklärt und danach verabschiedete er sich auch möglichst schnell wieder in Richtung Koje. Wir legten uns ebenfalls noch 2 Stunden im schönen Innenhof aufs Ohr und hofften danach auf einen gesprächigeren Angestellten zu treffen 😉
Vormittags ging es wie immer zunächst auf den Basar, um das Treiben noch in seiner vollen Blüte zu beobachten. Hier haben uns besonders die schönen Innenhöfe, die seitlich vom Hauptgang abzweigen sehr gut gefallen. “Havietsh bastani” (zumindest spricht man das so aus), eine Mischung aus Karottensaft und Vanilleeis und damit eine weitere lokale Spezialität, musste natürlich ebenfalls probiert werden. Theresa fand’s super, ich nur so lala… Karottensaft ist halt nicht so meins.






Auch zwei sehr schöne Moscheen haben wir angeschaut. In der “pink Mosque” war ich sogar noch ein zweites Mal, um das Lichtspiel der bunten Fenster in der Morgensonne zu Fotografieren.


Nachmittags versuchten wir erneut einen heiligen Schrein zu besuchen. Erneut wurden wir am Eingang abgepasst und uns ein Guide aufs Auge gedrückt. “Mist, wird wohl wieder nichts!”, dachten wir uns. Zu unserer Überraschung durften wir aber diesmal wirklich in das Heiligste vordringen und kamen aus dem Staunen nicht mehr raus. Die Wände im Inneren bestehen nahezu vollständig aus Mosaiken aus Spiegeln und farbigem Glas. Leider war es nicht erlaubt dort Fotos zu machen, aber es müssen Millionen Einzelteile sein. Am besten einfach mal googeln “holy shrine shiraz”, da finden sich bestimmt ein paar Fotos von Leuten, die das Verbot ignoriert haben.


Am Tag darauf hatten wir einen Tagesausflug nach Persepolis und Naqsh-e Rostam, oder auch Nekropolis, auf dem Plan. Persepolis sind die Überreste der antiken Hauptstadt des persischen Reichs bzw. der Achaemeniden, die um 500 v.Chr. erbaut und über weitere 150 Jahre fertiggestellt wurde, wobei die Ruinen erst in den 30er Jahren vom Sand freigelegt wurden. Heute ist es eine UNESCO World Heritage Site und zählt zu den Hauptsehenswürdigkeiten des Iran. Viel übrig ist leider nicht und allein die prunkvollen Statuen, Säulen und Reliefs lassen den Anblick von einst erahnen. Der Guide war dann auch sein Geld wert und erklärte viel zu den Statuen und vor allem zu den Reliefs. Die meisten davon zeigten übrigens unterschiedliche Völker und deren jeweilige Geschenke und Gaben für den Big Boss, Xerxes I.





Weiter ging es danach noch zur Nekropolis, die mit weniger als 10 Minuten Autofahrt quasi (an dieser Stelle kurzer Gruß an den Tasso…. kleiner Insider für die Kollegen) auf dem Weg lag. Diese in den Fels gehauenen Gräber sind zumindest von außen sehr sehenswert. Leider können wir über das Innere nichts berichten, da die Zugänge letztes Jahr geschlossen wurden. Nach der Besichtigung gab es dann ein erneutes Wiedersehen mit Theresa’s Lieblingstieren…. aber dazu gleich mehr mit der “Geschichte vom lachenden Kamel”.


